Marburg kämpft gegen Rekordschnee: Wie Räumdienste die Stadt am Laufen hielten

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Eine städtische Straße mit starkem Verkehr an einem verschneiten Tag, mit Fahrzeugen, schneebedeckter Erde, Laternen, Texttafeln, Bäumen, Gebäuden und einem Hintergrundhimmel.Admin User

Marburg kämpft gegen Rekordschnee: Wie Räumdienste die Stadt am Laufen hielten

Rekordschneefälle bringen Räumdienste in Norddeutschland an ihre Grenzen

Die extremen Schneefälle dieses Winters haben die Räumteams in Norddeutschland bis an ihre Belastungsgrenze gebracht. Städte wie Marburg erlebten die heftigsten Schneemassen seit 15 Jahren – die Mitarbeiter arbeiteten im Dauereinsatz, um Straßen und Verkehr aufrechtzuerhalten.

Der Dienstleistungsbetrieb Marburg (DBM) wurde nun für seinen Einsatz gewürdigt: Die Stadt dankte den Kräften für ihre unermüdliche Arbeit während der Krise.

Auf dem Höhepunkt der Schneestürme im Januar und Februar waren bis zu 80 DBM-Mitarbeiter gleichzeitig im Einsatz. Mit sieben Schneepflügen und Streufahrzeugen räumten Teams mit bis zu 14 Leuten pro Schicht die Marburger Straßen frei. Bis zum 18. Februar hatten sie bereits 8.200 Stunden Winterdienst geleistet.

Priorität hatten Busrouten, Zufahrten zu Krankenhäusern und steile Anstiege. Andere Straßen wurden je nach Dringlichkeit in drei Phasen bearbeitet. Doch enge Gassen, parkende Autos und liegengebliebene Fahrzeuge bremsten die Fortschritte oft aus – manche Hänge blieben nur teilweise geräumt.

Während eines besonders schweren Sturms arbeiteten die DBM-Kräfte ohne Pause vom frühen Nachmittag bis zum nächsten Morgen, um den öffentlichen Nahverkehr bis 6 Uhr wieder voll herzustellen. In einem anderen kritischen Moment geleiteten sie einen Rettungswagen mit einem Arzt durch tiefen Schnee zum Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM).

Marburg war nicht allein betroffen: Rund 100 bis 200 Städte und Gemeinden – von Schleswig-Holstein bis zu den norddeutschen Eisenbahnkorridoren – kämpften mit ähnlichen Herausforderungen. Tief "Leonie" legte etwa 3.000 Kilometer Gleise lahm und zwang zu flächendeckenden Notfallmaßnahmen.

Die Schichten dauerten bis zu elf Stunden, wobei die Teams immer wieder während der Stoßzeiten und bei starken Schneefällen räumen mussten. Solch extreme Bedingungen gab es zuletzt vor 15 Jahren – eine Belastungsprobe für Technik und Personal.

Die Stadt Marburg hat die Leistung des DBM öffentlich anerkannt und den Fokus von Kritik auf Wertschätzung gelenkt. Die Mitarbeiter blicken auf Wochen voller anstrengender Schichten zurück, in denen sie trotz unablässigen Schneefalls die wichtigsten Verbindungen offenhielten.

Mit über 8.000 geleisteten Stunden und aufrechterhaltener kritischer Infrastruktur zeigt ihr Einsatz das Ausmaß der Winterbewältigung in ganz Norddeutschland.