Rassistische Beleidigungen überschatten Regionalliga-Duell zwischen Offenbach und Stuttgart

Paul Fischer
Paul Fischer
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Gruppe von Männern, die auf einem Feld Fußball spielen, mit einer Zuschauermenge im Hintergrund und einer Wand dahinter, und einem Text unten, der besagt: "Newcastle United v West Bromwich Albion".Paul Fischer

Rassistischer Vorfall bei Regionalliga-Spiel - Rassistische Beleidigungen überschatten Regionalliga-Duell zwischen Offenbach und Stuttgart

Regionalliga-Spiel zwischen Kickers Offenbach und Stuttgarter Kickers von rassistischen Beleidigungen überschattet

Ein Regionalliga-Spiel zwischen Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers wurde durch rassistische Angriffe gegen einen Spieler getrübt. Die Vorfälle, die als "abscheuliche rassistische Schmähungen" beschrieben wurden, ereigneten sich während des torlosen Unentschiedens am Samstag. Beide Vereine verurteilten das Verhalten umgehend und meldeten es den Spieloffiziellen.

Ziel der Beleidigungen war Melkamu Frauendorf, ein Spieler der Stuttgarter Kickers. Zuschauer richteten rassistische Schmähungen gegen ihn, woraufhin sofortige Reaktionen von Anwesenden folgten. Der Schiedsrichter und beide Vereine wurden noch vor dem Abpfiff über den Vorfall informiert.

Joachim Wagner, Präsident von Kickers Offenbach, veröffentlichte später eine deutliche Stellungnahme. Er bezeichnete die Angriffe als "unentschuldbar" und betonte, dass solches Verhalten den Werten des Vereins und dem Geist des Fußballs widerspreche. Die Stuttgarter Kickers schlossen sich dieser Haltung an und äußerten Entsetzen sowie Solidarität mit ihrem Spieler.

Trotz der Schwere des Vorfalls wurde keine offizielle Anzeige erstattet. Daher leitete die Polizei keine Ermittlungen ein. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat für solche Fälle in der Regionalliga keine konkreten Maßnahmen festgelegt, arbeitet jedoch mit Staatsanwaltschaften bei Hasskriminalität zusammen. Soziale Medien sind zudem verpflichtet, dem DFB gemeldete Straftaten weiterzuleiten.

Das Spiel endete ohne Tore, doch die rassistischen Vorfälle hinterließen einen bleibenden Makel. Beide Mannschaften bekräftigten ihr Engagement gegen Diskriminierung im Fußball. Ohne eine formelle Anzeige bleiben weitere rechtliche oder sportrechtliche Konsequenzen jedoch ungewiss.