07 May 2026, 22:10

Rheinmetall wächst, doch Gewinne und Aktienkurs enttäuschen im Quartal 2026

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Rheinmetall wächst, doch Gewinne und Aktienkurs enttäuschen im Quartal 2026

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalszahlen für 2026: Umsatzwachstum, aber schwächere Gewinne als erwartet

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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal 2026 eine gemischte Bilanz vorgelegt: Zwar stieg der Umsatz, die Gewinne blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Nach der Bekanntgabe der Zahlen fielen die Aktien des Unternehmens um über 2 %.

Trotz der enttäuschenden Ergebnisse setzt Rheinmetall weiter auf Expansion – unter anderem durch die Aufnahme neuer Raketenproduktion und mögliche Geschäfte im Nahen Osten.

Der Umsatz des Konzerns kletterte im ersten Quartal auf 1,94 Milliarden Euro, ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch verfehlte das Unternehmen die Markterwartungen um 330 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg zwar um 17 % auf 224 Millionen Euro, lag aber ebenfalls 38 Millionen Euro unter den Prognosen.

Der Auftragsbestand von Rheinmetall erreichte mit 73 Milliarden Euro einen neuen Rekord – ein Anstieg um 31 % gegenüber dem Vorquartal. Erstmals flossen dabei auch Aufträge aus dem Bereich Maritime Systeme (Naval Systems) in die Bilanz ein. Die Neugeschäfte brachen jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 55 % auf 4,90 Milliarden Euro ein. Zudem bestätigte das Unternehmen, ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben zu haben, und prüft eine Teilübernahme der rumänischen Werft Mangalia.

Für die kommenden Monate zeigt sich Vorstandschef Armin Papperger optimistisch: Im zweiten Quartal rechnet er mit einer deutlichen Erholung, getrieben durch Großaufträge und die volle Produktionskapazität im spanischen Munitionswerk Murcia. Zudem verhandelt Rheinmetall mit Ländern des Nahen Ostens über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus plant das Unternehmen außerdem, bis Ende 2026 oder Anfang 2027 die Produktion von Marschflugkörpern aufzunehmen.

An der Jahresprognose hält Rheinmetall fest: Der Umsatz soll zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro liegen, bei einer operativen Marge von rund 19 %.

Zusammenfassend zeigt die Bilanz des ersten Quartals zwar Wachstum, verfehlte jedoch zentrale Finanzziele – was zu einem Kursrückgang der Aktie führte. Dennoch treibt der Konzern seine Expansionsstrategie voran, etwa durch Übernahmen, neue Verträge und den Ausbau der Raketenfertigung.

Mit einem Rekordauftragsbestand und geplanten Investitionen bleibt Rheinmetall gut aufgestellt, um seine Position im Verteidigungssektor weiter auszubauen.

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