19 April 2026, 10:03

Smart-Meter-Ausbau in Deutschland scheitert an gesetzlichen Fristen

Nahaufnahme eines Stromzählers an der Seite eines Gebäudes mit einem Banner mit Text oben

Smart-Meter-Ausbau in Deutschland scheitert an gesetzlichen Fristen

Deutschlands Vorstoß für intelligente Stromzähler stockt – Dutzende Unternehmen verfehlen gesetzliche Fristen

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Die Einführung intelligenter Stromzähler in Deutschland hat einen Rückschlag erlitten: Dutzende Unternehmen haben gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten. Die Bundesnetzagentur hat nun 77 Vollstreckungsverfahren gegen Firmen eingeleitet, die das Installationsziel für 2025 verpasst haben. Diese Betriebe haben noch nicht einmal mit der Umsetzung der geforderten Technologie begonnen.

Nach dem Messstellenbetriebsgesetz sind grundzuständige Messstellenbetreiber verpflichtet, intelligente Messsysteme und Steuerungseinrichtungen einzubauen. Das Gesetz schreibt vor, dass bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent der Messstellen aufgerüstet sein müssen. Doch die betroffenen Unternehmen haben bisher keine einzigen Geräte installiert.

Die Bundesnetzagentur wird nun in jedem Einzelfall formelle Anhörungen durchführen. Es drohen Bußgelder, deren Höhe sich an der Größe und den Umständen der jeweiligen Unternehmen orientiert. Als Nächstes rückt der Regulierer kleinen und mittleren Betrieben zu Leibe, die die 20-Prozent-Marke ebenfalls noch nicht erreicht haben.

Langfristig bleibt das Ziel ehrgeizig: Bis 2032 müssen 90 Prozent der verpflichtenden Installationen abgeschlossen sein. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, betonte, dass intelligente Zähler entscheidend für die Modernisierung des Stromnetzes seien. Er bestätigte, dass die Behörde die Fortschritte weiter überwachen und die Einhaltung der Vorschriften in den kommenden Jahren konsequent durchsetzen werde.

Die aktuellen Vollstreckungsmaßnahmen zeigen, wie strikt die Bundesnetzagentur bei der Umsetzung der Smart-Meter-Regeln vorgeht. Unternehmen müssen nun mit Anhörungen und möglichen Strafen rechnen, sollten sie untätig bleiben. Parallel wird die Behörde die Entwicklung hin zum Ziel einer fast flächendeckenden Installation bis 2032 genau verfolgen.

Quelle