04 May 2026, 18:19

Tempolimit 50 für Amphibienschutz: Niedersachsen bremst Autofahrer aus

Ein europ├Ąischer Feuersalamander sitzt auf dem Boden in einem wüldlichen Gebiet umgeben von trockenen Bl├Ąttern, Zweigen und Pflanzen.

Tempolimit 50 für Amphibienschutz: Niedersachsen bremst Autofahrer aus

Neues Tempo-50-Limit in Niedersachsen: Schutz für Amphibien auf Landstraße

Auf einer Landstraße in Niedersachsen wird künftig ein Tempolimit von 50 km/h gelten, um Amphibien zu schützen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung tritt von Mitte Mai bis Ende September auf der L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein im Elm-Wald in Kraft. Die Behörden erhoffen sich von der Maßnahme weniger Wildunfälle und einen besseren Schutz empfindlicher Arten vor schädlichen Luftdruckwellen, die durch schnell fahrende Fahrzeuge entstehen.

Die L629 ist eine wichtige Wanderroute für Amphibien wie den Kammmolch, den Springfrosch und den Feuersalamander. Diese Tiere sind auf die natürlichen Bäche und Quellen des Elm-Waldes angewiesen – besonders während der Laichzeit von Anfang März bis Mai. Da sich ihre Larven bis September weiterentwickeln, sind die Sommermonate für ihr Überleben entscheidend.

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Feuersalamander, bekannt durch ihre auffällige schwarz-gelbe oder -orange Färbung, sind besonders gefährdet. Ihre Haut sondert ein Gift ab, weshalb Berührungen riskant sein können. Neben dem Straßenverkehr bedrohen sie Lebensraumverlust und die tödliche Salamanderpest. Da die lokale Population landesweit von Bedeutung ist, gibt es verstärkte Schutzbemühungen.

Das Tempolimit zielt auf zwei Hauptgefahren ab: direkte Kollisionen und die störenden Luftdruckwellen, die vorbeifahrende Autos erzeugen. Diese Wellen können Amphibien schaden, vor allem in warmen Phasen nach Trockenperioden, wenn sie besonders aktiv auf der Straße unterwegs sind.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung bleibt bis Ende September bestehen und deckt damit die Hochphase der Amphibienaktivität ab. Autofahrer auf der L629 müssen künftig auf 50 km/h abbremsen, um Arten wie den Feuersalamander zu schützen. Die Maßnahme ist Teil umfassender Anstrengungen, die einzigartige Tierwelt des Elm-Waldes in kritischen Lebensphasen zu bewahren.

Quelle