Wadephul fordert Iran zu Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus auf
Moritz MüllerWadephul fordert Iran zu Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus auf
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat mit dem Iran direkte Gespräche über die steigenden Spannungen in der Region geführt. In einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi betonte Wadephul zentrale Forderungen in den Bereichen Nuklearwaffen und Schifffahrtsrouten.
Während des Gesprächs machte Wadephul deutlich, dass der Iran jedes Programm zur Entwicklung von Atomwaffen vollständig und überprüfbar aufgeben müsse. Zudem bestand er auf die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer lebenswichtigen Schifffahrtsroute.
Der deutsche Minister bekräftigte die Präferenz Berlins für eine verhandelte Lösung. Seine Äußerungen stimmen eng mit der Position Washingtons überein und verringern so die diplomatischen Unterschiede zwischen den beiden Verbündeten. Beide Regierungen verfolgen nun dieselben Ziele: die Beendigung der iranischen Atomambitionen und die Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Meerenge.
Wadephuls direkter Ansatz markiert eine Veränderung in der deutschen Haltung und rückt sie näher an die US-Position gegenüber dem Iran heran.
Das Telefonat zwischen Wadephul und Araghchi unterstreicht den wachsenden internationalen Druck auf Teheran. Die Annäherung Deutschlands an die USA signalisiert eine geschlossene Front in den Fragen der nuklearen Abrüstung und der maritimen Sicherheit. Die nächsten Schritte hängen nun von der Reaktion des Irans auf diese Forderungen ab.






