Wiesbaden scheitert mit Cannabis-Pilotprojekt über Apotheken an Bundesbehörde
Geplantes Cannabis-Pilotprojekt in Wiesbaden abgelehnt - Wiesbaden scheitert mit Cannabis-Pilotprojekt über Apotheken an Bundesbehörde
Ein geplantes Forschungsprojekt in Wiesbaden zur Erforschung der Abgabe von legalem Cannabis über Apotheken wurde gestoppt. Die Entscheidung traf das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), obwohl die Stadt auf eine Umsetzung drängte. Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke erwägt nun rechtliche Schritte gegen die Ablehnung.
Seit April 2024 ist der Freizeitkonsum von Cannabis für Erwachsene in Deutschland legal. Das Gesetz erlaubt den Besitz kleiner Mengen und den privaten Anbau, kommerzieller Verkauf bleibt jedoch verboten. Stattdessen sind gemeinnützige Cannabis-Clubs und privater Anbau zugelassen – bis Ende 2025 wurden 368 Anbauanträge genehmigt, Hundert weitere sind noch in Bearbeitung.
Wiesbadens Vorhaben zielte darauf ab, die Apothekenabgabe als kontrollierten Vertriebsweg zu erproben. Löbcke argumentierte, dass eine Legalisierung regulierte Lieferketten und wissenschaftlich fundierte Lösungen erfordere. Das BLE hingegen verwies darauf, dass das Cannabisgesetz keine regionalen oder befristeten Pilotprojekte vorsehe – dafür wäre eine neue gesetzliche Grundlage nötig.
Bisher haben keine anderen deutschen Städte oder Regionen öffentlich ähnliche Apotheken-Modellversuche angestrebt. Der Fokus liegt weiterhin auf Cannabis-Clubs und privatem Anbau, nicht auf kommerziellen Vertriebsmodellen.
Mit der Ablehnung liegt das Wiesbadener Projekt vorerst auf Eis. Ohne zusätzliche Gesetzgebung kann die lokale Forschung zu Apothekenverkäufen nicht voranschreiten. Löbckes mögliche Klage könnte jedoch eine Überprüfung der aktuellen Regelungen für solche Initiativen erzwingen.
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