Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt: Ohne Reformen droht Deutschlands nationaler Abstieg

Admin User
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Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gefellichaft Berlin".Admin User

Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt: Ohne Reformen droht Deutschlands nationaler Abstieg

Bundesländer-Chef Christian Sewing fordert dringende Wirtschaftsreformen, um Aufstieg des Nationalismus zu bremsen

Vor den entscheidenden Landtagswahlen im September 2026, bei denen die rechtspopulistische AfD in einigen Bundesländern führt, warnt Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, vor den Folgen mangelnder wirtschaftlicher Erneuerung. Ohne Reformen drohe ein Erstarken nationalistischer Kräfte, so der Bankenchef.

Sewing betonte die Notwendigkeit einer offenen Debatte über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Schwaches Wachstum und wachsende Unzufriedenheit mit der Bundespolitik erforderten schnelles Handeln, mahnt er an.

In einer aktuellen Stellungnahme benannte Sewing centrale Problemfelder: So hinterfragte er, ob der bestehende Kündigungsschutz für Spitzenverdiener noch zeitgemäß sei. Zudem schlug er vor, die Arbeitszeit – insbesondere in Büroberufen – zu verlängern, um den Arbeitsmarkt zu stärken.

Vergleiche mit der Schweiz zeigten, dass die Krankheitsquoten in Deutschland zu hoch seien, kritisierte Sewing. Die Gesellschaft müsse diese Themen zügig angehen, um einen weiteren wirtschaftlichen Abstieg zu verhindern.

Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Umfragen der AfD in Sachsen-Anhalt mit 39 Prozent – leicht rückläufig seit Oktober 2025 – die Führung bescheinigen. Die CDU liegt bei 26 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern hält die SPD-Linke-Koalition nur knapp die Oberhand über die AfD. Sewing warnte, ein rechtspopulistischer Ministerpräsident könnte Deutschlands internationales Ansehen beschädigen.

Bundesweit sind 71 Prozent der Bürger:innen überzeugt, dass die Bundesregierung zu wenig für die Wirtschaft tut. Sewing drängt auf beschleunigte Reformen, um die wachsende Frustration einzudämmen und einer nationalistischen Wende vorzubeugen.

Die Wahlen im September 2026 werden zeigen, wie stark der Einfluss der AfD in Ostdeutschland wirklich ist. Sewings Vorschläge zielen darauf ab, wirtschaftliche Schwächen zu beheben, bevor politische Instabilität weiter um sich greift. Im Fokus stehen dabei vor allem Arbeitsmarktreformen und die Senkung der Krankheitsquote, um die Produktivität zu steigern.