Europas Börsenunion scheitert erneut an Deutschen Bank und Euronext
Europas Börsenunion scheitert erneut an Deutschen Bank und Euronext
Die Diskussionen über eine einheitliche europäische Börse sind wieder aufgeflammt, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz zu einer stärkeren finanziellen Integration in Europa aufgerufen hat. Die Idee knüpft an jahrelange Debatten über die Zusammenlegung von Börsen an, um die globale Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents zu stärken. Doch Stéphane Boujnah, Vorstandsvorsitzender von Euronext, hat eine mögliche Fusion mit der Deutschen Bank vorerst ausgeschlossen.
In den vergangenen fünf Jahren gab es Fortschritte bei den Bestrebungen, eine europäische "Börsenunion" zu schaffen. Euronext erweiterte sein Geschäft 2021 durch die Übernahme der Borsa Italiana und die Integration weiterer Handelsplattformen. Diese Schritte verringerten die Zersplitterung zwischen mehr als 15 Börsen, senkten die Kosten und verbesserten die Liquidität. Ziel war es, Europas Position gegenüber den großen US-Börsen wie der NYSE und dem Nasdaq zu festigen. Doch kartellrechtliche Bedenken und der Widerstand einzelner Länder bremsten eine vollständige Vereinigung aus.
Frühere Versuche, die Deutsche Bank und Euronext zu fusionieren, scheiterten bereits an mangelnder Unterstützung. Beide Unternehmen betonten wiederholt, unabhängig bleiben zu wollen. Boujnah bestätigte, dass derzeit keine Fusionsgespräche geführt würden. Zudem gab er an, sich noch nicht mit Kanzler Merz über den Vorschlag ausgetauscht zu haben.
Trotzdem unterstrich Boujnah die Bedeutung der branchenübergreifenden Zusammenarbeit in Europa. Die Zukunft des Kontinents hänge davon ab, dass Unternehmen gemeinsam an Projekten arbeiteten, argumentierte er. Die Debatte dauert an, während die Verantwortlichen die Vorteile einer vertieften Integration gegen nationale Interessen abwägen.
Vorerst bleiben die Deutsche Bank und Euronext eigenständig. Der Vorstoß für eine einheitliche Börse sieht sich weiterhin mit Hindernissen konfrontiert – von regulatorischen Hürden bis hin zu unterschiedlichen nationalen Prioritäten. Dennoch spiegelt die Diskussion die größeren Bemühungen Europas wider, seine Finanzmärkte in einer wettbewerbsintensiven globalen Wirtschaft zu stärken.
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