Fernwärme-Kosten explodieren: In manchen Regionen zahlen Haushalte das Doppelte
Fernwärme-Kosten explodieren: In manchen Regionen zahlen Haushalte das Doppelte
Fernwärme wird in Deutschland drastisch teurer – in manchen Regionen verdoppeln sich die Kosten
Haushalte in ganz Deutschland müssen in diesem Jahr mit stark steigenden Fernwärmekosten rechnen. Im Schnitt sind die Preise im Vergleich zu 2023 um etwa 27 Prozent gestiegen. In einigen Regionen fallen die Erhöhungen jedoch deutlich höher aus, sodass viele Mieter und Eigentümer mit deutlich höheren Abrechnungen kämpfen.
Besonders hart trifft es Großkrotzenburg in Hessen: Dort haben sich die Fernwärmekosten mehr als verdoppelt, nachdem ein nahegelegenes Kohlekraftwerk abgeschaltet wurde. Die Anlage hatte bisher günstige Abwärme geliefert, doch mit ihrer Stilllegung musste der lokale Versorger auf teurere Energiequellen umsteigen.
In Leipzig zeigt sich ein anderes Problem: Im Wohnkomplex Grünau zahlen die Bewohner für ein überdimensioniertes Fernwärmenetz, das weit mehr Energie liefert, als tatsächlich verbraucht wird. Selbst wenn Haushalte weniger heizen, müssen sie die Kosten für die ungenutzte Kapazität im System tragen.
Mehrere Faktoren treiben die Preise bundesweit in die Höhe: das Auslaufen der staatlichen Preisdeckel für Energie, die Rückkehr zum vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Strom und Gas sowie Veränderungen im Energiemix der Fernwärme. Hinzu kommt, dass sich Preisanpassungen – ob Erhöhungen oder mögliche Entlastungen – nur verzögert bei den Verbrauchern bemerkbar machen.
Die stärksten Preissprünge, wie in Großkrotzenburg, gehen auf den Wegfall günstiger Abwärme und den Umstieg auf teurere Energiequellen zurück. Gleichzeitig zwingen überdimensionierte Systeme, etwa in Leipzig, die Bewohner dazu, für ungenutzte Kapazitäten zu zahlen. Da kurzfristig keine Entlastung in Sicht ist, müssen die Haushalte nun deutlich höhere Heizkosten stemmen.
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