Olaf Scholz verpasst den Karneval 2025 – warum sein Terminkalender die Tradition übertrumpft

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Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße in Windisch Feststritz, Deutschland, mit Gebäuden, Bäumen, Menschen, Karren und einem Himmel im Hintergrund, mit Text oben und unten auf dem Bild.Admin User

Olaf Scholz verpasst den Karneval 2025 – warum sein Terminkalender die Tradition übertrumpft

Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine persönliche Verbindung zu den deutschen Karnevalstraditionen offenbart. Geboren am 11. November 1955 – ein Datum, das eng mit der fünften Jahreszeit verknüpft ist – stammen auch seine Wurzeln aus dem Rheinland, wo die Feierlichkeiten tief verwurzelt sind. Sein Terminkalender wird ihn in diesem Jahr jedoch von den üblichen Festlichkeiten fernhalten.

Die Beziehung des Kanzlers zum Karneval reicht weit zurück. Seine Großmutter kam aus Andernach im Rheinland, einer Region, die für ihre aufwendigen Umzüge und die Weiberfastnacht bekannt ist. Scholz selbst wurde im Sauerland geboren, das zum ehemaligen Kurfürstentum Köln gehörte und wo sowohl der Karneval als auch Schützenfeste bis heute zentrale Elemente der lokalen Kultur sind.

Die Weiberfastnacht, der inoffizielle Auftakt des Karnevals am Donnerstag vor Aschermittwoch, hat sich aus mittelalterlichen heidnischen und christlichen Bräuchen entwickelt. In rheinischen Städten wie Köln oder Mainz übernehmen an diesem Tag Frauen symbolisch das Kommando – sie schneiden Männern die Krawatten ab und führen die Umzüge an. Im Sauerland hingegen bleiben die Feiern stärker an ländliche Traditionen gebunden: Hier gibt es Scheinprozessionen und Zunftaktivitäten, während die kommerzielle Ausrichtung anderer Regionen fehlt.

Trotz seiner Verbundenheit mit dem Brauchtum wird Scholz in diesem Jahr auf die Feierlichkeiten verzichten müssen. Am Weiberfastnacht nimmt er an einer nicht öffentlichen Strategieklausur in der Nähe von Brüssel teil, die sich mit der europäischen Industriepolitik befasst. Später trifft er sich mit Teilen des Bundeskabinetts. Sein Geburtstag am 11. November fiel in den vergangenen hundert Jahren bereits dreimal mit dem symbolischen Karnevalsbeginn zusammen – ein Zufall, dem er persönliche Bedeutung beimisst.

Scholz' Geburtsdatum und Familiengeschichte verbinden ihn mit dem Karneval, doch in diesem Jahr haben die amtlichen Pflichten Vorrang. Seine Abwesenheit von den öffentlichen Feiern fällt in eine Phase, in der er sich auf wirtschaftspolitische Gespräche in Brüssel konzentriert. Die Terminüberschneidung unterstreicht dabei die Spannung zwischen kulturellen Traditionen und politischen Verantwortungen.

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