601 Jahre mittelalterlicher Klang: Die älteste spielbare Orgel der Welt steht in Soest
601 Jahre mittelalterlicher Klang: Die älteste spielbare Orgel der Welt steht in Soest
Eine kleine Kirche in Deutschland birgt einen seltenen musikalischen Schatz
Die Orgel in der St.-Andreas-Kirche in Östönnen bei Soest ist das älteste bespielbare Instrument ihrer Art weltweit. In diesem Jahr wird sie 601 Jahre alt – und erzeugt noch immer Klänge aus dem späten Mittelalter.
Ihre Ursprünge reichen bis etwa 1425 zurück, doch Aufzeichnungen über ihren Erbauer fehlen. Die hölzernen Teile, darunter die Windlade, entstanden um 1410 und sind damit die ältesten noch genutzten Bestandteile. Das Instrument ist vier Meter hoch und zwei Meter breit, mit 578 Bleipfeifen – mehr als die Hälfte davon wurde um 1500 gefertigt.
1596 arbeitete der Orgelbauer Johann(es) Praetorius an dem Instrument, doch der Kernbau blieb unverändert. Die Gemeinde von St. Andreas erwarb es 1722 von einer benachbarten Pfarrei in Soest. Über die Jahrhunderte hinweg trug der Mangel an Mitteln für Modernisierungen dazu bei, seine ursprüngliche Form zu bewahren. Die filigranen Schnitzereien mit floralen Mustern und hölzernen Ranken steigern seinen historischen Wert. Pfarrer Volker Kluft und der Organist Leon Berben sind sich einig: Seine Einzigartigkeit liegt im unberührten Zustand. Berben beschreibt seinen Klang als "unglaublich intensiv" und "umarmend" – eine seltene Verbindung zur mittelalterlichen Musik. Für die Gemeinde ist die Orgel ein kostbares Relikt, das den Geist einer längst vergangenen Epoche bewahrt.
Das Instrument bleibt ein funktionierendes Stück Geschichte, das noch heute in Gottesdiensten und Konzerten gespielt wird. Sein Fortbestand bietet eine direkte Verbindung zu den Klängen des 15. Jahrhunderts. Vorerst plant die Kirche, es genau so zu belassen – unverändert und unmodernisiert.
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