Hanau sechs Jahre nach dem rassistischen Massaker: Der unermüdliche Kampf um Gerechtigkeit
Hanau sechs Jahre nach dem rassistischen Massaker: Der unermüdliche Kampf um Gerechtigkeit
Sechs Jahre nach dem rassistischen Massaker in Hanau kämpfen die Angehörigen der Opfer weiterhin um Gerechtigkeit. Am 19. Februar 2020 wurden bei einem rechtsextremen Anschlag neun Menschen ermordet – darunter Emine Gürbüz' ältester Sohn Sedat, der erst 29 Jahre alt war. Trotz jährlicher Gedenkveranstaltungen und öffentlicher Forderungen nach Aufarbeitung haben die Behörden bis heute keine spürbaren Konsequenzen gezogen.
Emine Gürbüz ist zu einer führenden Stimme der Initiative 19. Februar geworden, einer Gruppe von Überlebenden und Hinterbliebenen der Getöteten. Ihr Motto "Erinnern heißt verändern" spiegelt ihren unerschütterlichen Willen wider, echte Veränderungen durchzusetzen. Bei der offiziellen Gedenkfeier im Februar 2021 ein Jahr nach dem Tod ihres Sohnes hielt sie eine eindringliche Rede, in der sie der Stadt und der deutschen Politik vorwarf, Rassismus nicht bekämpft und solche Gewalt nicht verhindert zu haben.
Ihre Worte lösten Gegenwehr bei den CDU-, FDP- und SPD-Fraktionsvorsitzenden in Hanau aus, die ihr vorwarfen, sich unangemessen verhalten zu haben. Doch Gürbüz lässt sich nicht einschüchtern. Sie nimmt an den Sitzungen des Untersuchungsausschusses des hessischen Landtags zum Anschlag teil – und beschreibt die Arbeit der Abgeordneten als schmerzhaft und enttäuschend. Bisher wurde kein Verantwortlicher für die schwerwiegenden Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen, etwa für die verzögerte Einsatzreaktion in jener Nacht.
Die Hanauer Staatsanwaltschaft weigert sich, diese Mängel zu untersuchen, und lässt Familien wie die von Gürbüz im Stich. Dennoch schöpft sie Kraft aus der Solidarität mit anderen, die Angehörige durch rassistische Gewalt verloren haben. Ihre Forderung ist klar: Anschläge wie der, der Sedat das Leben kostete, dürfen sich nie wiederholen – und struktureller Rassismus muss endlich entschlossen bekämpft werden.
Jahre nach den Morden von Hanau finden weiterhin Gedenkveranstaltungen statt, doch greifbare Veränderungen bleiben aus. Keine Verantwortlichen wurden zur Rechenschaft gezogen, und die Familien der Opfer warten noch immer auf Gerechtigkeit. Emine Gürbüz und die Initiative 19. Februar geben nicht auf – sie fordern weiter Konsequenzen und sorgen dafür, dass der Kampf für Veränderung nicht in Vergessenheit gerät.
Emerald Advisory verklagt Marshall Bridge Fund wegen ausstehender Forderungen
Ein ehemaliger Partner wird zum Gegner. Warum die Emerald Advisory jetzt juristisch gegen den Immobilienfonds Marshall Bridge vorgehen muss – und was auf dem Spiel steht.
Commerzbank-Chefin Orlopp lehnt Übernahme durch UniCredit kategorisch ab
Eine Fusion mit UniCredit? Nicht mit ihr. Bettina Orlopp setzt auf klare Kante – und vertraut stattdessen auf die Zahlen der Commerzbank. Doch was bedeutet das für Kunden und den Finanzstandort Deutschland?
Louis Klamroths konfrontativer Kurs bei hart aber fair polarisiert weiter
Sein Stil spaltet: Mal feiern Zuschauer Klamroths mutige Themen, mal scheitert er an der Kontrolle hitziger Runden. Doch warum reduziert der ARD die Folgen drastisch? Ein Blick hinter die Kulissen.
Wiesbadens Walhalla-Halle wird für 70 Millionen Euro zum Kulturjuwel saniert
Ein Jahrhundertprojekt für Wiesbaden: Die Walhalla-Halle verliert ihre Anbauten der 1930er-Jahre und wird zum modernen Kulturort. Doch was kostet der historische Glanz wirklich? Bis 2030 soll aus dem Denkmal ein lebendiger Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Festivals werden – ohne seinen Charme von 1897 zu verlieren.
Mainzer Stadtrat erhält als Erster den Dummen August-Preis für karnevalistische Originalität
Ein linker Politiker als Clown geehrt? Die Auszeichnung zeigt, wie der Karneval mit Humor und Verletzlichkeit Brücken schlägt. Eine Tradition, die bis zu den Römern zurückreicht.
Hanau sechs Jahre nach dem rassistischen Massaker: Der unermüdliche Kampf um Gerechtigkeit
Emine Gürbüz verlor ihren Sohn im Massaker von Hanau. Sechs Jahre später fragt sie: Warum gibt es bis heute keine Gerechtigkeit? Ihr Kampf geht weiter – gegen Vergessen und strukturellen Rassismus.
Boris Rhein plant massive Steuersenkungen für Haushalte und Unternehmen in Hessen
Mehr Netto vom Brutto, günstigere Stromrechnungen – doch warum blockiert Rhein die Erbschaftsteuer-Reform? Seine Pläne könnten die Steuerpolitik in Deutschland verändern. Ein Überblick über Chancen und Streitpunkte.
Fulda kämpft mit Vandalismus, Diebstahl und einem Großbrand innerhalb einer Woche
Von Hakenkreuzen bis zum Großbrand: Eine Woche der Zerstörung hält Fulda in Atem. Wer steckt hinter den Taten – und was kostet das die Stadt?