Bätzing fordert mehr Hoffnung: Wie die Kirche ihre Erfolge neu entdeckt

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Menschen mit einem Kreuz in einer Kathedrale, mit Türen links und rechts und Blumen und dekorativen Elementen im Hintergrund.Admin User

Bischöflicher Aufruf: Mehr ermutigende Geschichten - Bätzing fordert mehr Hoffnung: Wie die Kirche ihre Erfolge neu entdeckt

Bischof Georg Bätzing aus Limburg hat die katholische Kirche aufgerufen, sich stärker auf positive Entwicklungen zu konzentrieren. In seiner Ansprache im Frankfurter Dom an Silvester 2025 betonte er ermutigende Signale innerhalb des Glaubens. Seine Worte fallen in eine Zeit, in der Umfragen und Trends auf einen Wandel im Umgang der Menschen mit Religion und Medien hindeuten.

Bätzing verwies auf eine von der Kirche unterstützte Flüchtlingsinitiative als Beleg für sinnvolle Fortschritte. Mit Unterstützung von Caritas und dem Fonds 'Partnerschaft mit Flüchtlingen' begleiteten Ehrenamtliche 30 junge Geflüchtete durch eine duale Berufsausbildung. Darunter schlossen eine Ernährungsberaterin, ein Busfahrer, ein Kfz-Mechatroniker und eine Notarfachangestellte ihre Ausbildung erfolgreich ab und fanden feste Anstellungen.

Der Bischof argumentierte, die Kirche solle Erfolg neu definieren – nicht an sinkenden Mitgliederzahlen messen, sondern an der Stärkung ihrer Kernaufgaben. Seine Aussagen decken sich mit aktuellen Daten: Mehr als die Hälfte der jungen deutschen Katholiken gibt heute an, der Kirche treu bleiben zu wollen. Gleichzeitig steigen in Frankreich die Zahlen der Erwachsenentaufen deutlich an. Bätzing ging auch auf gesamtgesellschaftliche Trends ein: Viele Menschen wendeten sich von Nachrichten ab, da diese oft nur noch negative Schlagzeilen böten. Er forderte einen Perspektivwechsel und rief Institutionen dazu auf, stattdessen Geschichten von Hoffnung und Widerstandsfähigkeit in den Vordergrund zu stellen.

In seiner Rede hob Bätzing konkrete Erfolge hervor – von der Integration Geflüchteter bis zu steigenden Taufzahlen. Sein Plädoyer für einen optimistischeren Ansatz spiegelt die wachsende Sorge über eine zunehmende Medienmüdigkeit wider. Die Zukunft der Kirche, so seine Überzeugung, könnte davon abhängen, ihre positiven Wirkungen stärker wahrzunehmen und zu verstärken.

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