Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas und Schulen mit voller Wucht
Sinkende Geburtenraten: Minister sieht keine Bedrohung für Schulen - Brandenburgs Geburtenkrise trifft Kitas und Schulen mit voller Wucht
Brandenburg verzeichnet niedrigste Geburtenzahl seit 28 Jahren
Im Jahr 2024 ist die Zahl der Lebendgeburten in Brandenburg um 4,6 Prozent auf nur noch 15.154 gesunken – der niedrigste Stand seit 1996. Der Rückgang hat bereits zu Schließungen einiger Kitas in der Region geführt.
Der anhaltende Geburtenrückgang wirft Fragen zur Zukunft der Schulen in Brandenburg auf. Bildungsminister Steffen Freiberg betonte jedoch, dass vor 2029 keine Schulschließungen geplant seien. Zugleich räumte er ein, dass es keine konkreten Pläne gebe, um Schließungen auch nach diesem Zeitpunkt zu verhindern – trotz früherer Zusagen.
Um dem durch sinkende Kinderzahlen verursachten Personalmangel zu begegnen, schlug Freiberg vor, arbeitslose Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas an Schulen zu versetzen. Dort könnten sie unterstützende Aufgaben übernehmen, die nicht direkt mit dem Unterricht zusammenhängen, und so die Folgen rückläufiger Schülerzahlen abfedern. Der Trend bestätigt einen langfristigen Geburtenrückgang, wobei 2024 den tiefsten Stand seit fast drei Jahrzehnten markiert. Einige Kitas mussten bereits wegen nachlassender Nachfrage schließen – ein Warnsignal für das gesamte Bildungssystem der Region.
Während die Schulen bis 2029 vor Schließungen geschützt sind, lotet die Landesregierung Möglichkeiten aus, Kita-Personal umzusetzen. Die langfristigen Auswirkungen auf die Bildungsinfrastruktur hängen jedoch von den künftigen demografischen Entwicklungen ab.
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