Bundesärztekammer fordert bundesweites Verbot privater Silvester-Feuerwerke
Arztpräsident Reinhardt fordert Feuerwerksverbot zum Schutz der Bevölkerung - Bundesärztekammer fordert bundesweites Verbot privater Silvester-Feuerwerke
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat Bund und Länder aufgefordert, private Feuerwerke an Silvester zu verbieten. Er argumentiert, dass unkontrollierte Feiern zu schweren Verletzungen, einer übermäßigen Belastung des Gesundheitssystems und tiefgreifenden psychischen Belastungen für vulnerable Gruppen wie Kriegsflüchtlinge führen.
Reinhardt wies auf die weitverbreiteten Schäden durch private Böller und Raketen hin. Jedes Jahr erleiden unzählige Menschen – insbesondere Kinder – Verbrennungen, Augenverletzungen und akustische Traumata. In den Notaufnahmen steigt die Zahl der Fälle sprunghaft an, was den Druck und die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung erhöht.
Doch nicht nur körperliche Schäden sind das Problem: Feuerwerkskörper lösen bei vielen Kriegsflüchtlingen in Deutschland schwere psychische Reaktionen aus. Die Explosionen wecken traumatische Erinnerungen an Bombenangriffe und Beschuss, die zu lebensbedrohlichen Panikattacken führen können. Reinhardt betonte, dass selbst Unbeteiligte gefährdet sind, da Feuerwerkskörper immer wieder als Waffen gegen Polizei, Feuerwehrleute und Rettungskräfte missbraucht werden. Auch die Umweltbelastung bereitet dem Mediziner Sorgen: Feuerwerke setzen große Mengen an Müll und Schadstoffen frei und verschärfen so die Klimakrise.
Obwohl Reinhardt organisierte öffentliche Feuerwerke in kontrollierten Bereichen befürwortet, fordert er ein Ende des privaten Gebrauchs. Er hat die Innenminister aufgefordert, umgehend zu handeln und ein bundesweites Verbot durchzusetzen.
Das geplante Verbot soll Verletzungen verringern, die Belastung der Krankenhäuser mindern und Menschen schützen, die unter Explosionstraumata leiden. Reinhardts Forderung folgt auf Jahre dokumentierter Schäden durch unregulierte Feuerwerke – von Angriffen auf Einsatzkräfte bis hin zu langfristigen Umweltfolgen.
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