Corny Littmanns 50 Jahre Bühne: Vom Schulkind zum Hamburger Kulturmacher

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Eine Gruppe von Männern steht auf einer Bühne und spielt ein Drama, während grüne Scheinwerfer hinter ihnen leuchten.Admin User

Theaterdirektor Corny Littmann feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum - Corny Littmanns 50 Jahre Bühne: Vom Schulkind zum Hamburger Kulturmacher

Corny Littmann feiert am 13. Januar sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Der offen schwule Theaterregisseur, Schauspieler und Impresario hat die Hamburger Kulturszene nachhaltig geprägt. Mit mutigen Inszenierungen und politischem Theater setzt er sich seit Jahrzehnten für LGBTQ+-Rechte ein und prägt das Gesicht des berühmten Reeperbahn-Viertels.

Sein erster Auftritt auf der Bühne war mit sieben Jahren in einer Schulaufführung von Ali Baba und die vierzig Räuber. Seine frühe Leidenschaft für die Schauspielerei hätte fast eine andere Richtung genommen – er zog ein Psychologiestudium in Erwägung, bevor er sich endgültig dem Theater verschrieb. 1976 gründete er mit anderen Brühwarm, Deutschlands erste offen schwule Theatergruppe, und brach damit neues Terrain in der LGBTQ+-Repräsentation.

1982 startete Littmann gemeinsam mit Gunter Schmidt die Tourneetheatergruppe Familie Schmidt. Sechs Jahre später eröffnete er das Schmidt Theater auf der Reeperbahn, gefolgt vom Schmidts Tivoli 1991 zusammen mit Norbert Aust. Seine Spielstätten wurden berühmt für skandalumwitterte Aufführungen und scharfe politische Kommentare. 2015 erweiterte er sein Imperium mit dem Schmidtchen und festigte so seinen Einfluss auf Hamburgs Unterhaltungswelt. Neben dem Theater engagierte sich Littmann von 2003 bis 2010 als Präsident des FC St. Pauli und verband dabei seine Liebe zum Fußball mit gesellschaftlichem Aktivismus. Auf der Bühne bevorzugt er oft Rollen als "gebrochene Charaktere", angezogen von ihrer Komplexität und Tiefe.

Littmanns fünf Jahrzehnte umfassende Karriere reicht vom Schauspiel über die Regie bis hin zum Aktivismus. Seine Arbeit hat das Hamburger Theaterlandschaft neu definiert und gleichzeitig die Sichtbarkeit der LGBTQ+-Community gefördert. Das Jubiläum unterstreicht seine anhaltende Rolle als kultureller Pionier und Provokateur.

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