Erzeugerpreise für Dienstleistungen steigen im dritten Quartal
Erzeugerpreise für Dienstleistungen steigen im dritten Quartal
Erzeugerpreise für Dienstleistungen steigen im dritten Quartal
Teaser: Die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland lagen im dritten Quartal 2025 um 1,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Dienstleistungspreise in Deutschland sind im dritten Quartal 2025 gestiegen, wobei einige Branchen deutliche Zuwächse verzeichneten. Insgesamt erhöhten sich die Erzeugerpreise für Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,9 Prozent. Die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Daten zeigen dabei erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen.
Die stärksten Preisanstiege gab es im Schienenpersonenverkehr, wo die Kosten um 11,9 Prozent im Jahresvergleich kletterten. Der kombinierte Personenverkehr folgte mit einem Plus von 11,4 Prozent. Auch soziale Dienstleistungen und die stationäre Pflege verzeichneten einen spürbaren Anstieg um 7,6 Prozent, während Pauschalreisen um 7,1 Prozent teurer wurden.
Hinter vielen dieser Steigerungen stehen Lohnwachstum und höhere Arbeitskosten. Kfz-Versicherungen sowie ambulante Gesundheitsdienste stiegen um etwa 6,5 bis 6,9 Prozent. Steuerberatungsleistungen legten ebenfalls kräftig zu und verteuerten sich um 6,9 Prozent gegenüber 2024. Andere Bereiche entwickelten sich moderater: Professionelle, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen stiegen um 2,8 Prozent, während Immobilien- und Wohnpreise um 2,0 Prozent zulegten – die Mieten erhöhten sich um 1,9 Prozent. Verwaltungs- und Unterstützungsdienstleistungen verzeichneten mit einem Plus von 3,2 Prozent das stärkste Wachstum unter den größeren Dienstleistungsbranchen; Reinigungsdienste allein stiegen um 4,9 Prozent, bedingt durch Lohnerhöhungen zu Jahresbeginn.
Nicht alle Sektoren folgten dem Aufwärtstrend: Die Frachtkosten im See- und Küstenschiffsverkehr brachen dramatisch um 19,4 Prozent ein. Postdienstleistungen hingegen verteuerten sich um 5,7 Prozent, Lagerdienstleistungen stiegen um 3,0 Prozent. Insgesamt zogen die Dienstleistungspreise im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent an.
Analysten führen die Entwicklung auf die gestiegene Nachfrage nach der Pandemie zurück, insbesondere in den Bereichen Reise und Pflege. Höhere Vorleistungskosten und branchenspezifische Faktoren wie verringerte Kapazitäten trugen ebenfalls zu den Preisschwankungen bei.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild der deutschen Dienstleistungswirtschaft. Während Branchen wie der Schienenverkehr oder Pflegedienste starke Preisanstiege hinnehmen mussten, verzeichneten andere – etwa die Seefracht – deutliche Rückgänge. Die Trends spiegeln die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen wider, darunter Lohnentwicklung und veränderte Nachfragemuster.
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