Frankfurter Flughafen setzt auf Wachstum und Nachhaltigkeit nach Rekordjahr 2022
Frankfurter Flughafen setzt auf Wachstum und Nachhaltigkeit nach Rekordjahr 2022
Flughafen Frankfurt: Stabile Abläufe als klares Ziel
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- April 2023, 03:46 Uhr
Schlagwörter: Wirtschaft, Umweltwissenschaften, Finanzen, Unternehmen
Die Fraport AG verzeichnete 2022 einen deutlichen Aufschwung: Nach den pandemiebedingten Tiefstständen stiegen die Passagierzahlen stark an. Trotz Personalmangels und zusätzlicher Einstellungen sah sich das Unternehmen, das den Frankfurter Flughafen betreibt, mit Kapazitätsengpässen konfrontiert. Nun bereitet es sich auf weiteres Wachstum im Jahr 2023 vor – und treibt gleichzeitig seine Nachhaltigkeitsziele voran.
Im vergangenen Jahr verzeichnete Fraport einen regelrechten Passagierboom mit zeitweise dreistelligen Wachstumsraten. Der plötzliche Anstieg belastete die Abläufe, sodass das Unternehmen eng mit Partnern wie der Deutschen Bahn, der Lufthansa, der DFS Deutsche Flugsicherung und Bodenabfertigungsfirmen zusammenarbeitete, um die Prozesse am Flughafen zu stabilisieren. Bis Ende 2022 beschäftigte Fraport 19.211 Mitarbeiter – ein Plus von acht Prozent im Vergleich zu 2021.
Auch der Gewinn verbesserte sich deutlich und lag bei 166,6 Millionen Euro (2021: 91,8 Millionen Euro). Allerdings blieb dieser Wert deutlich unter den 454,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2019. Die Frachtvolumina erreichten hingegen wieder das Niveau vor der Pandemie und lagen bei rund zwei Millionen Tonnen.
Für 2023 rechnet Fraport im Sommer mit einem Passagieraufkommen, das 15 bis 25 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Bis Jahresende soll das Verkehrsaufkommen etwa 90 Prozent des Niveaus von 2019 erreichen – was bis zu 63 Millionen Reisenden entsprechen würde. Um dies zu bewältigen, plant das Unternehmen, rund 1.500 neue Mitarbeiter im Bereich der Bodenabfertigung einzustellen.
Unternehmenschef Dr. Stefan Schulte zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des Jahres 2022. Zudem setzte sich Fraport neue Klimaziele: Bis 2030 sollen die jährlichen CO₂-Emissionen auf 50.000 Tonnen begrenzt werden, und bis 2045 strebt das Unternehmen klimaneutrale Betriebsabläufe an.
Die Erholung der Fraport schreitet voran – mit steigenden Passagierzahlen und Personalaufstockung für 2023. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen darauf fokussiert, die Kapazitäten auszubauen und seine Nachhaltigkeitsverpflichtungen zu erfüllen. Die starke Nachfrage im Privatluftverkehr und stabile Frachtvolumina stützen die positive Prognose zusätzlich.
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