Gericht erlaubt Nennung chinesischer Diaspora-Politik trotz Klagen eines Betroffenen

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Richterentscheid: Chinesen können in Bericht über Auslands-Chinesen genannt werden - Gericht erlaubt Nennung chinesischer Diaspora-Politik trotz Klagen eines Betroffenen

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass ein in China geborener Mann in einem wissenschaftlichen Bericht über die Diaspora-Politik der Volksrepublik China namentlich genannt werden darf. Das Oberlandesgericht Frankfurt wies einen Antrag auf Unterdrückung der Veröffentlichung zurück und berief sich dabei auf das überwiegende öffentliche Interesse. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob die im Bericht erhobenen Vorwürfe über die politischen Aktivitäten des Mannes berechtigt waren.

Der Kläger, der als Mitglied der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes beschrieben wird, hatte als Auslandsvertreter an einer Sitzung teilgenommen. In dem umstrittenen Bericht hieß es, er habe einen Vorschlag eingereicht, um das politische Engagement von im Ausland lebenden ethnischen Chinesen zu stärken. Zwar argumentierte der Mann, diese Darstellung sei irreführend, doch das Gericht sah darin keine falschen Behauptungen.

Die Entscheidung bestätigt, dass das öffentliche Interesse an der Diskussion über den Einfluss der Volksrepublik China auf die Diaspora in diesem Fall das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen überwiegt. Die Beschreibung seiner politischen Rolle im Bericht wurde als rechtmäßig eingestuft, und es wurden keine Einschränkungen für dessen Verbreitung auferlegt. Der Fall unterstreicht die Abwägung zwischen Pressefreiheit und dem Schutz des persönlichen Rufs in juristischen Auseinandersetzungen.

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