Hamburgs Fernsehturm öffnet 2031 – doch andere Städte kämpfen um ihre Wahrzeichen
Frankfurter Fernsehturm bleibt geschlossen - Hamburgs Fernsehturm öffnet 2031 – doch andere Städte kämpfen um ihre Wahrzeichen
Mehrere deutsche Fernsehtürme, einst beliebte Touristenattraktionen, sollen nach jahrzehntelanger Schließung wiedereröffnet werden. Hamburg und Dresden treiben die Pläne für ihre Fernsehtürme voran, während andere Städte wie Frankfurt vor finanziellen Hürden stehen. Die Projekte hängen von Bundesfördergeldern ab, die Ende 2025 auslaufen.
Der Hamburger Heinrich-Hertz-Turm, lokal als Tele-Michel bekannt, ist seit 2001 für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Stadt plant nun, ihn in der zweiten Hälfte des Jahres 2031 mit einer 130 Meter hohen Aussichtsplattform, Veranstaltungsräumen und einem gläsernen Eingangsgebäude wieder zu eröffnen. Die Bauarbeiten sollen frühestens 2028 beginnen und rund 40 Millionen Euro kosten. Die Stadt will bis zu 21,13 Millionen Euro beisteuern – vorbehaltlich der Zustimmung im Januar –, während der Bund 18,6 Millionen Euro zugesagt hat.
Auch Dresden bereitet die Wiederbelebung seines Fernsehturm-Projekts vor, wobei Details noch unklar sind. Unterdessen wird der Mannheimer Turm Ende dieses Jahres für Besucher geschlossen. Andere Großstädte wie Frankfurt, Köln und Nürnberg halten ihre Türme seit über zwei Jahrzehnten geschlossen.
Frankfurts Europaturm, in dem einst ein Drehrestaurant und eine Diskothek untergebracht waren, wird voraussichtlich nicht wiedereröffnet – die Finanzierung fehlt. Der Bund hatte angeboten, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen, allerdings nur unter der Bedingung, dass das Land Hessen und die Stadt die Mittel im gleichen Umfang aufbringen. Eine Machbarkeitsstudie zur Wiedereröffnung solcher Türme bezifferte die Kosten auf etwa 50 Millionen Euro.
Aktuell sind nur noch vier deutsche Fernsehtürme – in Berlin, Düsseldorf, Dortmund und Stuttgart – für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch der Münchner Turm soll bald wieder öffnen, während andere in der Schwebe bleiben.
Die Zukunft dieser Bauwerke hängt davon ab, ob die notwendigen Mittel bis zum Auslaufen der Bundesförderung 2025 gesichert werden können. Hamburgs Projekt ist am weitesten fortgeschritten, mit einem klaren Zeitplan und Budget. Andere Städte müssen sich beeilen, wenn sie den Zugang zu ihren lange geschlossenen Wahrzeichen wiederherstellen wollen.
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