Heilige Drei Könige: Warum Epiphanias bis heute Tradition und Debatten prägt
Die Drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar: Wer sind sie? - Heilige Drei Könige: Warum Epiphanias bis heute Tradition und Debatten prägt
Heilige Drei Könige: Ein Fest mit langer Tradition
Das Fest Epiphanias, das am 6. Januar begangen wird, ist in Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. Der Tag ist eng mit der Geschichte der Heiligen Drei Könige verbunden, deren Reliquien der Legende nach im Kölner Dom aufbewahrt werden. Während die Bibel ihre Namen nicht nennt, wurden sie der Überlieferung zufolge später als Caspar, Melchior und Balthasar benannt.
Die Legende der Weisen aus dem Morgenland – auch Magi genannt – hat sich über die Jahrhunderte weiterentwickelt. Ihre Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf, lange nach der biblischen Zeit. Die Geschichte selbst findet sich jedoch überhaupt nicht in der Bibel.
Der Kölner Dom beherbergt die vermeintlichen Reliquien der Drei Könige und zieht alljährlich an Epiphanias Nachrichten an. Der Dreikönigsschrein, ein Prunkstück der Kathedrale, wird an diesem Tag für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch künstlerische Darstellungen der Magier haben immer wieder Diskussionen ausgelöst. Eine der Figuren wird oft mit dunkler Hautfarbe gezeigt, was Debatten über rassistische Darstellungen in religiöser Kunst anheizt. Diese Darstellung reicht zwar Jahrhunderten zurück, regt aber bis heute zur Reflexion über historische Einstellungen an.
Epiphanias bleibt vor allem in Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein Tag der Tradition. Die Reliquien in Köln und die anhaltende Faszination für die Geschichte der Heiligen Drei Könige verbinden den Feiertag mit Glauben und Kulturgeschichte gleichermaßen. Für viele ist er eine Mischung aus religiöser Andacht und regionalem Brauchtum.
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