Hessen reformiert Kinderbetreuung: Neue Wege gegen den Fachkräftemangel
Hessen reformiert Kinderbetreuung: Neue Wege gegen den Fachkräftemangel
Änderung des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzes beschlossen
Der Landtag hat die 10. Novelle des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs (HKJGB) verabschiedet.
Artikeltext:
Der Hessische Landtag hat die 10. Novelle des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuchs (HKJGB) verabschiedet. Das neue Gesetz soll dem Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung mit flexibleren und gerechteren Regelungen für die Personalqualifikation begegnen. Sozialministerin Heike Hoffmann bezeichnete dies als einen entscheidenden Schritt, um die Zukunft der frühkindlichen Bildung in der Region zu sichern.
Die überarbeitete Fassung baut auf den Maßnahmen des Kita-Pakets 2025 der Landesregierung auf. Sie sieht eine moderate Erweiterung des Fachkräftekatalogs vor und legt größeren Wert auf multiprofessionelle Teams in der frühkindlichen Bildung. Ministerin Hoffmann betonte, dass die bedarfsgerechte Weiterentwicklung dieses Katalogs weiterhin im Mittelpunkt der Gesetzgebung stehe.
In den Anhörungen zum Gesetzentwurf zeigte sich eine breite Unterstützung durch Kommunen und Träger der Kinderbetreuung. Hofmann hob zudem die Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und Landtagsfraktionen bei der Bewältigung der anhaltenden Herausforderungen im Bereich hervor. Konkrete Parteien oder Organisationen, die die Novelle befürworten, wurden jedoch nicht öffentlich genannt.
Das Gesetz schafft klarere Wege für pädagogisch qualifizierte Fachkräfte, in die Kinderbetreuung einzusteigen und dort zu bleiben. Zudem wird die Anerkennung von erfahrenem Personal mit pädagogischen Aufgaben verbessert, das künftig als vollwertig qualifiziert gilt. Für Personen mit ausländischen Abschlüssen sorgen die neuen Regelungen für fairere Einzelfallprüfungen.
Hofmann warnte jedoch, dass keine einzelne Maßnahme den Fachkräftemangel lösen werde. Sie forderte bessere Arbeitsbedingungen, mehr gesellschaftliche Wertschätzung des Berufs sowie verlässlichere politische Unterstützung, um langfristig Personal zu halten.
Ziel der Novelle ist ein moderneres und gerechteres System für Erzieherinnen und Erzieher. Im Fokus stehen die Qualitätsverbesserung in den Einrichtungen, die Unterstützung von Familien und die Stabilisierung der frühkindlichen Bildung in ganz Hessen. Der Erfolg des Gesetzes hängt nun von der Umsetzung und der weiteren Zusammenarbeit mit Kommunen und Trägern ab.
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