Hessens Handwerk kämpft 2025 mit sinkenden Aufträgen und steigenden Kosten
Hessische Handwerksbetriebe erwarten bis 2026 kein reales Wachstum - Hessens Handwerk kämpft 2025 mit sinkenden Aufträgen und steigenden Kosten
Hessens Handwerk durchlebt 2025 ein weiteres schwieriges Jahr
Zum zweiten Mal in Folge verzeichnete fast ein Drittel der Handwerksbetriebe in Hessen rückläufige Aufträge, während mehr als die Hälfte mit gestiegenen Beschaffungskosten zu kämpfen hatte. Trotz dieser Herausforderungen stieg die Zahl der eingetragenen Handwerksunternehmen in der Region leicht an.
Laut den aktuellsten Zahlen gab es Ende 2025 insgesamt 78.532 Handwerksbetriebe in Hessen – 66 mehr als im Vorjahr. Dennoch sank die Investitionsbereitschaft der Unternehmen weiter, während die Beschäftigtenzahlen stabil blieben. Viele Betriebe hatten Schwierigkeiten, die steigenden Kosten für Arbeitskräfte, Energie und Materialien auszugleichen, und konnten die Belastungen nur begrenzt an die Kunden weitergeben.
Die Umsatzprognosen für 2026 fallen verhalten aus. Der Sektor erwartet zwar ein nominales Wachstum von etwa einem Prozent, real – also inflationsbereinigt – dürfte die Entwicklung jedoch stagnieren. Auch die Zahlen der Ausbildungsverträge geben wenig Anlass zur Hoffnung. Zwar wurden 2025 mit 9.935 neuen Verträgen 77 mehr als im Vorjahr abgeschlossen, doch liegt die Zahl weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie.
Branchenvertreter zeigen sich besorgt über die Zukunft. Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstags, forderte mehr öffentliche Investitionen und stabile finanzielle Rahmenbedingungen, um eine echte Erholung zu ermöglichen. Alexander Repp, Vizepräsident des Verbands, warnte, dass der anhaltende Mangel an Ausbildungsbewerbern dem Sektor langfristig den notwendigen Fachkräftenachwuchs entziehen könnte.
Unterstützung gibt es zwar, allerdings in begrenztem Umfang. Bundesprogramme wie die KfW-Förderung für barrierefreie Sanierungen stellen 2026 insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Ein LEADER-Zuschuss ermöglichte im Dezember 2025 die Anschaffung eines energieeffizienten Ofens für eine hessische Bäckerei, während die Handwerkskammer Wiesbaden weiterhin die Nachwuchsförderung vorantreibt. Zudem treten ab Januar 2026 Lohnerhöhungen von 2,9 Prozent in Kraft, die IG Metall für die Bereiche Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ausgehandelt hat.
Mit gemischten Aussichten startet das hessische Handwerk ins Jahr 2026. Zwar ist die Zahl der Betriebe leicht gestiegen und es gibt finanzielle Hilfen, doch die strukturellen Probleme bleiben bestehen. Ohne stärkere Maßnahmen zur Gewinnung von Auszubildenden und zur Entlastung der Kosten könnte die langfristige Stabilität der Branche gefährdet sein.
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