Hessens Minister Gremmels setzt auf queere Literatur und neuen **RESPEKT-Preis**
Hessens Minister Gremmels setzt auf queere Literatur und neuen **RESPEKT-Preis**
Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat sich offen über die Rolle queerer Literatur im Bildungsbereich geäußert. Er argumentierte, dass solche Werke altersgerecht vermittelt werden sollten. Mitte Oktober kündigte Gremmels zudem erstmals den 'QMS RESPEKT-Preis' an, mit dem Engagement für queere Sichtbarkeit im Film gewürdigt wird.
In einer öffentlichen Stellungnahme bekannte er sich selbst zur queeren Community. Seine Äußerungen lösten seitdem eine Debatte aus, darunter auch Kritik von Oppositionspolitikern.
Gremmels erläuterte, queere Literatur spiegle die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen wider. Er betonte, dass diese Bücher nicht altersbeschränkt seien, aber angemessen präsentiert werden müssten. Seiner Ansicht nach fördert die frühe Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven bei Kindern Empathie und Respekt.
Zudem hob er hervor, dass die Kindheit eine prägende Phase für die Werteentwicklung sei. Wer früh mit verschiedenen Lebensrealitäten konfrontiert werde, so Gremmels, könne später Diskriminierung und Mobbing besser vorbeugen.
Mitte Oktober verlieh der Minister erstmals den 'QMS RESPEKT-Preis' an Personen, die sich für mehr queere Repräsentation im Kino einsetzen. Die Auszeichnung soll diejenigen würdigen, die in der Branche für mehr Sichtbarkeit kämpfen.
Seine Aussagen provozierten eine scharfe Reaktion von Frank Grobe, Sprecher der AfD-Fraktion. Grobe warf Gremmels vor, 'queere Ideologie' gehöre 'weder in Kinderzimmer noch in Kitas'.
Die Haltung des Ministers zu queerer Literatur und dem neuen Preis lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Debatte über Inklusion in der Bildung. Gremmels verbindet frühe Vielfaltserfahrungen mit langfristigen gesellschaftlichen Vorteilen – während die politische Opposition klar ihre Ablehnung dieser Herangehensweise zum Ausdruck bringt.
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