Hessens radikales Handyverbot an Schulen zeigt erste Erfolge – doch nicht alle sind überzeugt
Mobilfunkverbot an Schulen - Zeit für den Zwischenbericht - Hessens radikales Handyverbot an Schulen zeigt erste Erfolge – doch nicht alle sind überzeugt
Hessen verbietet Smartphones, Tablets und Smartwatches an allen öffentlichen Schulen
Seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 sind an Hessens öffentlichen Schulen Smartphones, Tablets und Smartwatches verboten. Die Maßnahme soll Ablenkungen verringern und die Konzentration im Unterricht steigern. Erste Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Regelung an vielen Schulen im Land gut ankommt.
Noch vor dem Verbot trugen Schülerinnen und Schüler der Lichtbergschule in Eiterfeld ihre Handys oft trotz Schulregeln in der Tasche mit sich. Doch seit der landesweiten Einschränkung hat sich der Schulalltag verändert. Frank Wrabletz, der Schulleiter, bewertet das Verbot mit einem klaren "gut" – und sieht es nach nur einem halben Jahr bereits auf dem Weg zu "sehr gut".
Auch die Konfliktlage hat sich entspannt. Streitigkeiten über die Handynutzung sind nahezu verschwunden, was die Spannungen zwischen Lehrkräften und Eltern verringert. Ein Sprecher des Hessischen Kultusministeriums bezeichnete das Verbot als richtige Entscheidung und verwies auf ruhigere Klassenzimmer und weniger Ablenkung.
Nicht alle Schülerinnen und Schüler teilen diese Einschätzung. Isabel, eine Gymnasiastin aus Wiesbaden, befürwortet das Verbot zwar für jüngere Kinder, kritisiert aber die mangelnde Planung für ihren eigenen Tagesablauf. Zudem bemängelt sie die Ungleichbehandlung: Während Lehrkräfte ihre Handys weiterhin nutzen dürfen, gilt für Schülerinnen und Schüler das strikte Verbot.
Das Ministerium betont indes, dass das Verbot zu einer fokussierteren Lernumgebung geführt habe. Schulen wie die Lichtbergschule melden weniger Störungen und eine höhere Konzentration bei den Schülerinnen und Schülern.
Das Smartphone-Verbot hat den Schulalltag in Hessen spürbar verändert: Es gibt weniger Streit und mehr Aufmerksamkeit im Unterricht. Zwar zweifeln einige Schülerinnen und Schüler an der Fairness der Regelung, doch die Verantwortlichen heben die Erfolge bei der Reduzierung von Ablenkungen hervor. Die Maßnahme bleibt vorerst bestehen, während sich die Schulen weiter an die neuen Vorgaben anpassen.
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