Hessens Städte fürchten um Krankenhäuser und Dienstleistungen bis 2026
Städte in Hessen kämpfen weiterhin mit schweren finanziellen Problemen - Hessens Städte fürchten um Krankenhäuser und Dienstleistungen bis 2026
Hessens Städte und Gemeinden kämpfen mit tiefgreifenden Finanzproblemen – trotz Milliarden an Notfallhilfen. Doch die Lage könnte sich lokalen Politikern zufolge bis 2026 weiter verschärfen, wenn nicht grundlegende Änderungen vorgenommen werden. Viele fürchten nun, dass Krankenhäuser und wichtige öffentliche Dienstleistungen im Rahmen anstehender Reformen Kürzungen oder sogar Schließungen drohen.
Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister von Wiesbaden und Vorsitzender des Hessischen Städtetags, bezeichnete den jüngst beschlossenen Infrastrukturfonds als bloße "kurze Atempause" für die klammen Kommunen. Es handele sich lediglich um ein "flüchtiges Aufflackern" der Entlastung, so Mende. Heiko Wingenfeld, Oberbürgermeister von Fulda, pflichtete ihm bei und warnte, dass fast jede Stadt im Verband bereits in zwei Jahren mit Haushaltsdefiziten rechnen müsse.
Als Hauptgrund für die anhaltende Krise nannte Mende jahrelange Unterfinanzierung und Versäumnisse der Berliner Politik. Die Kommunen bräuchten dringend ausreichende Mittel, um ihre demokratischen Aufgaben erfüllen zu können. Als Entlastung schlug er vor, den Städten und Gemeinden einen größeren Anteil an der Mehrwertsteuer zuzugestehen. Besonders dramatisch sei die Situation im Gesundheitsbereich, wo viele Kommunen bereits jetzt Krankenhauskosten tragen, die über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen. Angesichts bevorstehender Reformen im Gesundheitswesen könnten einige Einrichtungen gezwungen sein, zu schließen. Zudem forderte Mende zügige Änderungen im hessischen Vergaberecht, um Investitionen aus dem Sonderfonds zu beschleunigen. Doch über kurzfristige Lösungen hinaus brauche es umfassende Strukturreformen, betonte er. Ohne diese werde sich die finanzielle Schieflage der hessischen Städte und Gemeinden weiter verschärfen.
Die Warnungen der Kommunalpolitiker unterstreichen das Ausmaß der Finanzkrise in Hessen. Krankenhäuser und öffentliche Dienstleistungen stehen auf dem Spiel, wenn nicht bald eine Reform von Finanzierung und rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgt. Da fast alle Städte bis 2026 mit Defiziten rechnen, wächst der Handlungsdruck.
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