Hünfeld 'stark betroffen': Argumente für Fulda-Main-Pipeline kaum berücksichtigt
Hünfeld 'stark betroffen': Argumente für Fulda-Main-Pipeline kaum berücksichtigt
Hünfeld „stark betroffen“: Argumente gegen die Fulda-Main-Trasse kaum berücksichtigt
Teaser: Die Stadt Hünfeld fühlt sich durch die Pläne für die Fulda-Main-Stromtrasse „stark betroffen“ und bedauert, dass ihre Einwände von den Planern und der Bundesnetzagentur bisher nur teilweise Beachtung fanden. „Das Stadtgebiet von Hünfeld wird von der Trasse ab den Haunewiesen über Sargenzell“
19. Dezember 2025, 12:30 Uhr
Die Stadt Hünfeld erhebt massive Vorbehalte gegen die geplante Fulda-Main-Höchstspannungsleitung, die durch ihr ländliches Gebiet verlaufen soll. Die Trasse führt in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern und geschützten Waldflächen, was bei lokalen Verantwortlichen Besorgnis auslöst. Bürgermeister Benjamin Tschesnok hat nun die Aufsichtsbehörden aufgefordert, die Bedenken der Kommune zu prüfen, bevor zwischen 2027 und 2029 mit dem Bau begonnen wird.
Die geplante Stromtrasse soll von den Haunaue-Wiesen durch Sargenzell bis in das Naherholungsgebiet Praforst führen. Besonders kritisch sieht die Stadt die Nähe zu einer Ferienhaussiedlung im kommunalen Waldgebiet Praforst, wo Anwohner mögliche Risiken fürchten. Zudem erfordert das Projekt die Rodung von rund 20 Hektar Wald, darunter Teile eines alten Baumbestands, dessen Regeneration Jahrzehnte dauern könnte.
Nach Protesten aus Hünfeld nahmen die Planer zwar einige Anpassungen vor – etwa eine Verlegung der Trasse weg von der Sargenzeller Grotte sowie den Verzicht auf eine zweite Kabelstation innerhalb der Stadtgrenzen. Dennoch lastet das Vorhaben nach Ansicht der Kommunalpolitik weiterhin schwer auf der Region. Bürgermeister Tschesnok forderte die Bundesnetzagentur auf, die Sorgen der Stadt ernst zu nehmen, doch rechtliche Möglichkeiten, die Leitung zu stoppen, sind unter den aktuellen Vorschriften begrenzt.
Der Baubeginn ist für die nächsten fünf Jahre vorgesehen, doch der Widerstand aus Hünfeld unterstreicht die anhaltenden Konflikte um die Auswirkungen des Projekts. Der Verlust von altem Baumbestand und die Trassenführung nahe Wohngebieten bleiben ungelöste Streitpunkte. Nun müssen die Behörden entscheiden, ob vor Baubeginn noch weitere Kompromisse möglich sind.
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