Kaltblüter im Einsatz: Warum Pferde die Forstwirtschaft noch revolutionieren
Pferd statt Maschine - Welche Arbeit haben die Zugpferde? - Kaltblüter im Einsatz: Warum Pferde die Forstwirtschaft noch revolutionieren
Sechs kräftige Kaltblüter standen diese Woche im Mittelpunkt von Schloss Freudenberg. Der Hessische Kaltblutzüchterverband (IGZ) hatte sie mitgebracht, um zu zeigen, welche wichtige Rolle diese Tiere noch immer in der modernen Forstwirtschaft spielen. Zwar dominieren heute meist Maschinen die Landwirtschaft, doch die Veranstaltung machte deutlich, wo Pferde sie übertreffen – vor allem in schwierigem Gelände.
Das Fest bot Besuchern die Gelegenheit, die schweren Arbeitspferde live zu erleben; manche durften sogar selbst die Zügel in die Hand nehmen. Die von IGZ-Mitgliedern gestellten Tiere halfen dabei, alte Bäume zu entfernen und die Gesundheit des Waldes auf dem Anwesen zu erhalten. Im Gegensatz zu schwerem Gerät können sie steile oder empfindliche Flächen durchqueren, ohne den Boden zu beschädigen.
Der Pferdehalter Hubertus Assmann setzt bei der Feldarbeit auf sein Gespann und verbringt jährlich sechs Tage auf Schloss Freudenberg. Er zieht Pferde den Traktoren vor – wegen ihrer Fähigkeit, Energie auf natürliche Weise zu regenerieren, ihrer schonenderen Bodenbearbeitung und des ruhigen, befriedigenden Arbeitstakts. Doch nur noch etwa acht Betriebe in Hessen widmen sich heute hauptberuflich der Pferderückung.
Die IGZ wirbt nicht für eine Rückkehr zu alten Methoden, sondern für einen ausgewogenen Ansatz: Pferde sollen dort eingesetzt werden, wo sie Stärken zeigen – etwa bei der Einzelstammentnahme oder in Schutzgebieten –, während Maschinen weiterhin die großen Aufgaben übernehmen. Die Mechanisierung hat die traditionelle Pferdearbeit fast verdrängt, doch der Verband betont, dass die Tiere in bestimmten Nischen unverzichtbar bleiben.
Trotz regionaler Initiativen wie dieser gibt es in deutschen Wäldern und Betrieben keine flächendeckende Rückkehr zur Pferdelogistik. Einige Biohöfe und Forstbetriebe nutzen sie gelegentlich, doch große, bundesweite Projekte haben sich nicht etabliert.
Das Fest auf Schloss Freudenberg bot einen seltenen Einblick in ein schwindendes, aber noch immer relevantes Handwerk. Für Landwirte wie Assmann und Gruppen wie die IGZ sind Pferde eine praktische, umweltfreundliche Alternative in Bereichen, wo Maschinen an Grenzen stoßen. Ihre Rolle mag klein sein – doch vorerst bleibt sie unverzichtbar.
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