Kleine Gewerkschaften verbünden sich gegen Großverbände in der Luftfahrt
Kleine Gewerkschaften verbünden sich gegen Großverbände in der Luftfahrt
Elf deutsche Branchengewerkschaften haben sich zusammengeschlossen, um die Vorherrschaft größerer Arbeitnehmerverbände in der Luftfahrtbranche herauszufordern. Ihre gemeinsame Erklärung, die Frankfurter Erklärung, ist ein seltenes Zeichen der Solidarität unter spezialisierten Interessenvertretern. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem kleinere Gewerkschaften zunehmend unter Druck geraten – vor allem durch größere Konkurrenten wie ver.di, die ihren Einfluss in der Branche ausbauen.
Erstmals traten die Gewerkschaften im Juni 2022 gemeinsam an die Öffentlichkeit. Damals kündigte ver.di an, ein neues Tarifabkommen für City Airlines aushandeln zu wollen, und behauptete, die Mehrheit der rund 300 Beschäftigten seien bereits Mitglieder. Dieser Vorstoß in die Luftfahrt – ein Bereich, der traditionell von Verbänden wie der Vereinigung Cockpit (VC) und der Unabhängigen Flugbegleiter-Organisation (Ufo) geprägt wird – löste Gegenwehr aus.
Mit der Frankfurter Erklärung setzen die Branchengewerkschaften nun ein koordiniertes Zeichen gegen die Dominanz der Großgewerkschaften in der Luftfahrt. Sie streben rechtliche und politische Änderungen an, um ihre Verhandlungsposition zu stärken. Sollten sie erfolgreich sein, könnte dies die Tarifverhandlungen in deutschen Industrien grundlegend verändern.
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