Langen plant neues Verwaltungsviertel – Entscheidungen im Februar stehen bevor
Langen plant neues Verwaltungsviertel – Entscheidungen im Februar stehen bevor
Langen treibt die Pläne zur Neugestaltung der Nutzungszonen in einem zentralen Regierungs- und Verwaltungsviertel nahe der Innenstadt voran. Betroffen ist ein 3,44 Hektar großes Gelände zwischen Bleichstraße, Zimmerstraße, Südlicher Ringstraße und Wolfsgartenstraße. Die Stadtverwaltung will den Standort langfristig als öffentlichen Dienstleistungsstandort sichern und gleichzeitig andere Nutzungen wie Wohnraum verhindern.
Aktuell unterliegt das Areal keinen festen Bebauungsvorschriften, sodass Bauvorhaben nach Paragraf 34 der Bauordnung für das Land Hessen (BauGB) geprüft werden. Um hier Klarheit zu schaffen, hat die Stadt den Bebauungsplan Nr. 63 ausgearbeitet. Dieser sieht vor, das Gebiet als "besonderes Verwaltungs- und Dienstleistungsgebiet" für Behörden, Finanzdienstleister und öffentliche Einrichtungen auszuweisen.
Hintergrund des Vorhabens sind veränderte Rahmenbedingungen, darunter die Zunahme von Homeoffice, wirtschaftliche Herausforderungen und Eigentumswechsel. Zudem soll der Plan künftige Erweiterungen von Behördengebäuden im Viertel ermöglichen.
Eine erste Beratung des Entwurfs findet am Mittwoch, 11. Februar, um 20:00 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Die endgültige Entscheidung über die Einleitung des Planungsverfahrens trifft der Stadtrat dann am Donnerstag, 19. Februar. Zeitdruck entsteht zusätzlich durch die für 2030 geplante Fusion der Finanzämter Offenbach und Langen, die den Bedarf an strukturierten Verwaltungsflächen weiter erhöht.
Bei einer Genehmigung würde die Neuausweisung die Rolle des Gebiets als ziviles und administratives Zentrum festigen. Gleichzeitig würden Umnutzungen – etwa zu Wohnzwecken – ausgeschlossen, während Spielraum für behördliche Erweiterungen bliebe. Die Weichenstellung wird prägend sein für die Entwicklung des Standorts in den kommenden Jahrzehnten.
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