Maschinenbau in Deutschland: Erste Lichtblicke nach jahrelangem Abschwung

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Eine Gravur einer mechanischen Mühle mit einem großen zentralen Rad, umgeben von hölzernen Rahmen, Zahnrädern und Zahnkränzen, beschriftet mit "Maschinenbau" unten.Admin User

Erwartungen an eine Trendwende in der Maschinenbauindustrie wachsen - Maschinenbau in Deutschland: Erste Lichtblicke nach jahrelangem Abschwung

Deutschlands Maschinenbau zeigt erste Anzeichen der Erholung nach Jahren des Rückgangs

Die Auftragslage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich stabilisiert, und die Hersteller blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Die jüngsten Zahlen deuten darauf hin, dass die Branche im aktuellen Konjunkturzyklus möglicherweise ihren Tiefpunkt durchschritten hat.

Für das Jahr 2025 verzeichnete der Sektor ein real stagnierendes Wachstum – und beendete damit drei Jahre mit kontinuierlich sinkender Produktion. Zwar blieb die inländische Nachfrage schwach, doch stärkere Aufträge aus dem Europaraum glichen Verluste in anderen Regionen aus. Ein entscheidender Wendepunkt zeigte sich im vierten Quartal, als die Neugeschäfte um 3 Prozent stiegen – vor allem dank ausländischer Käufer.

Die Nachfrage aus Ländern außerhalb der Eurozone startete 2025 jedoch wackelig: Die Maschinenproduktion in der EU lag in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zu 2024 um 3 Prozent niedriger. Im weiteren Verlauf zog die Konjunktur jedoch an, mit Zuwächsen von 4 Prozent im Oktober und 8 Prozent im Februar. China und Indien trieben diese Erholung maßgeblich voran, wobei Indien von einem EU-Freihandelsabkommen profitierte, das Zölle senkte. Der US-Markt hingegen hatte mit Herausforderungen zu kämpfen, da Zölle mehr als die Hälfte der Maschinenbau-Exporte belasteten.

Hochwertige Segmente wie die Automatisierungstechnik schnitten besser ab als andere Bereiche. Für 2026 rechnet die Branche mit einem bescheidenen Produktionsanstieg von 1 Prozent in realen Werten.

Insgesamt scheint der Maschinen- und Anlagenbau seine jüngsten Schwierigkeiten allmählich zu überwinden. Eine leichte Belebung der Auslandsnachfrage – insbesondere aus Asien – hat die schwächere Binnennachfrage und rückläufigen Absätze außerhalb der Eurozone ausgeglichen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte 2026 das erste Jahr mit realem Wachstum seit Beginn des Abschwungs werden.