Hessens Grüne kämpfen mit neuem Gesetz gegen das Höfesterben in der Region

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Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" mit einer Farm-Szene auf dem Cover.Admin User

Grüne fordern Mietenstopp für die hessische Landwirtschaft - Hessens Grüne kämpfen mit neuem Gesetz gegen das Höfesterben in der Region

Die Grünen in Hessen haben einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt, der kleine Höfe und die regionale Lebensmittelproduktion schützen soll. Der Vorschlag sieht unter anderem eine Deckelung der Pachtpreise für Ackerland sowie Einschränkungen beim großflächigen Landerwerb durch Konzerne vor. Parteivertreter betonen, dass dringend gehandelt werden müsse, um den rasanten Rückgang familiengeführter Betriebe in der Region zu stoppen.

Der Entwurf folgt Warnungen des Grünen-Abgeordneten Hans-Jürgen Müller vor der eskalierenden Krise im ländlichen Hessen. Er verwies darauf, dass jährlich Dutzende Höfe schließen – im Schnitt einer alle zwei Tage. Müller machte deutlich, dass diese Verluste nicht nur die Nahrungsmittelversorgung, sondern das Überleben ganzer Dorfgemeinschaften gefährdeten.

Das geplante Gesetz soll eine Obergrenze für den Landerwerb durch Einzelkäufer festlegen, um zu verhindern, dass landwirtschaftliche Flächen in den Händen weniger Großkonzerne konzentriert werden. Zudem zielt der Entwurf darauf ab, die Pachtkosten zu regulieren und so ortsansässigen Landwirten den Zugang zu ihrem Bewirtschaftungsland zu erleichtern.

Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) lehnte die Idee einer Mietpreisbremse jedoch bereits ab. Er argumentierte, zusätzliche Vorschriften könnten der Branche mehr schaden als nutzen.

Sollte der Entwurf verabschiedet werden, würde dies einen deutlichen Wandel in der Bewirtschaftung von Agrarflächen in Hessen bedeuten. Die Grünen bleiben dabei, die Höfe in lokaler Hand zu halten und das Tempo der Betriebsaufgaben zu verlangsamen. Die Debatte über das Gesetz wird voraussichtlich an Schärfe gewinnen, während die Abgeordneten abwägen, ob der Eingriff notwendig ist oder ob die Sorge vor zusätzlicher Bürokratie überwiegt.