Mehr Ausgaben für Menschen mit Behinderungen in Hessen 2026
Mehr Ausgaben für Menschen mit Behinderungen in Hessen 2026 - Mehr Ausgaben für Menschen mit Behinderungen in Hessen 2026
Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) hat Pläne bekannt gegeben, seinen Haushalt für 2026 auf rund 2,71 Milliarden Euro zu erhöhen. Mit dieser Aufstockung sollen Dienstleistungen für über 64.000 Menschen mit Behinderungen im gesamten Bundesland finanziert werden. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kommunen mit geringeren als erwarteten finanziellen Forderungen des Verbandes konfrontiert sind.
Die Haushaltserhöhung um 147,5 Millionen Euro fließt vor allem in Integrationshilfen und Förderprogramme für Menschen mit Behinderungen. Mit insgesamt 2,26 Milliarden Euro – dem größten Posten im Etat – werden diese Leistungen bedacht. Bis 2026 rechnet der LWV damit, 64.400 anspruchsberechtigte Personen zu unterstützen.
Trotz des höheren Gesamtbudgets sinken die Beiträge der kommunalen Gebietskörperschaften, die sogenannte Verbandsumlage, auf voraussichtlich etwa 2,05 Milliarden Euro. Das sind 100 Millionen Euro weniger als ursprünglich veranschlagt. Der LWV ist in hohem Maße auf diese Pflichtabgaben der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte angewiesen, um seine Arbeit zu finanzieren. Gleichzeitig gibt es weiterhin keine klare Zeitplanung für Bundeshilfen im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes, die die finanzielle Belastung von Landeswohlfahrtsverbänden wie dem LWV verringern könnten.
Mit dem ausgeweiteten Haushalt will der LWV die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen in Hessen stärken. Die Kommunen werden weniger als erwartet belastet, was ihre finanzielle Situation entlastet. Allerdings arbeitet der Verband weiterhin ohne gesicherte Entlastungsmaßnahmen des Bundes.
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