Neuer Haltepunkt Marburg-Zentrum soll Nahverkehr in der Stadt revolutionieren

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Ein Plakat mit einem Zug auf Schienen mit ein paar Menschen in der Nähe, der Text lautet 'The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation'.Admin User

Neuer Haltepunkt Marburg-Zentrum soll Nahverkehr in der Stadt revolutionieren

Ein neuer Haltepunkt mit dem Namen Marburg-Zentrum könnte bald den Nahverkehr in der Stadt revolutionieren. Eine gemeinsame Studie der Stadt Marburg und des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) kommt zu dem Schluss, dass das Projekt sowohl machbar als auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Laut Behörden würde die Station Fahrzeiten verkürzen und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs im gesamten Stadtgebiet steigern.

Der geplante Bahnhof läge in der Nähe der Kurt-Schumacher-Brücke, ein Standort, der sich durch seine bauliche Eignung und die gute Fußgängeranbindung an die Innenstadt auszeichnet. Wie die Studie zeigt, würde diese Lage die Anbindung an die historische Oberstadt, angrenzende Stadtteile und wichtige Innenstadtbereiche verbessern – viele davon sind derzeit nur mit Bussen erreichbar.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse ergab ein Verhältnis von 2,33, was die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Vorhabens unterstreicht. Zudem ließe sich der Haltepunkt problemlos in den bestehenden Fahrplan der RB 41 integrieren, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen.

Prof. Knut Ringat, Vorstandsvorsitzender des RMV, begrüßte die Ergebnisse und wies darauf hin, dass Marburg-Zentrum bereits Teil des Regionalen Nahverkehrsplans sei. Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister von Marburg, bezeichnete die Studie als Meilenstein für die Mobilitätsstrategie der Stadt. Er betonte ihre Bedeutung für eine bessere Erreichbarkeit und die Förderung klimafreundlicher Verkehrsmittel.

Die Pläne für den Bahnhof könnten mit der anstehenden Großsanierung der Main-Weser-Bahn abgestimmt werden. Bei einer Genehmigung könnte der Bau ab 2034 beginnen. Entscheidend ist jedoch eine frühe politische Unterstützung, da noch umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren anstehen.

Der neue Haltepunkt würde den öffentlichen Verkehr für Einwohner und Besucher attraktiver machen. Durch kürzere Fahrwege und bessere stadtweite Verbindungen zielt das Projekt darauf ab, die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Die endgültige Entscheidung hängt von der Finanzierung, der politischen Rückendeckung und dem Zeitplan für die Bahnmodernisierung ab.

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