Oberlandesgericht 2025: Digitaler Umbruch und neues Handelsgericht starten durch

Admin User
2 Min.
Ein Wagen mit einem Auto darauf, mit Menschen, Bäumen, Gebäuden und dem Himmel im Hintergrund.Admin User

Oberlandesgericht 2025: Digitaler Umbruch und neues Handelsgericht starten durch

Oberlandesgericht kündigt zentrale Reformen für 2025 an – Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Fokus

Das Oberlandesgericht hat weitreichende Änderungen für das Jahr 2025 bekannt gegeben, darunter den vollständigen Umstieg auf eine digitale Aktenführung bis 2026. Aktuelle Zahlen belegen Fortschritte bei den Bearbeitungszeiten in Familien-, Zivil- und Strafsachen. Gleichzeitig nahm das Gericht ein neues, spezialisiertes Handelsgericht in Betrieb – ein weiterer Schritt zur Modernisierung der Gerichtsstruktur.

Der Landkreis Fulda wurde offiziell als zuständige Behörde für die Einrichtung des Zentralen Melderegisters für Nordosthessen bestimmt. Dies sieht das Landesrecht vor. Das Register wird künftig die Personenstandsangelegenheiten der Region koordinieren, darunter die Landkreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner.

Familienrecht: Mehr Fälle, schnellere Bearbeitung Im Bereich Familienrecht wurden 2025 insgesamt 1.617 Verfahren abgeschlossen – ein Anstieg gegenüber den 1.536 Fällen des Vorjahres. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer sank auf 5,4 Monate, was auf eine gestiegene Effizienz hindeutet. Auch bei Haftprüfungsverfahren gab es einen deutlichen Zuwachs: Für das laufende Jahr werden rund 670 Fälle erwartet.

Zivilberufungen: Hohe Fallzahlen, aber kürzere Verfahren Zivilberufungen blieben ein zentraler Arbeitsbereich des Gerichts. Trotz eines leichten Anstiegs der Neuanmeldungen wurden 4.684 Fälle abgearbeitet. Die durchschnittliche Verfahrensdauer reduzierte sich auf unter 16 Monate. Bei Strafberufungen zeigte sich hingegen eine leichte Verlangsamung: Die Bearbeitungszeit stieg auf drei Monate. Die Zahl der neu eingereichten Strafberufungen wird für 2025 auf 193 sinken. Bußgeld- und Strafverfahren blieben auf hohem Niveau – 2025 wurden 1.142 Fälle verzeichnet.

Neue Strukturen: Handelsgericht und digitale Aktenführung Im November nahm das Gericht seine neuen Räumlichkeiten für das Handelsgericht in Betrieb, begleitet von einer Podiumsdiskussion zur Eröffnung. Ab dem 1. Januar 2026 wird das Oberlandesgericht flächendeckend auf die elektronische Aktenführung umstellen – mit Ausnahme von Verfahren im Bereich der nationalen Sicherheit. Ziel ist es, Abläufe zu beschleunigen und den Papieraufwand in den meisten Rechtsbereichen deutlich zu reduzieren.

Fazit: Modernisierung mit Licht und Schatten Der Umstieg auf digitale Akten bis 2026 wird die Dokumentation in den meisten Rechtsgebieten revolutionieren. Die beschleunigte Bearbeitung in Familien- und Zivilsachen spricht für eine gestiegene Effizienz, während Strafberufungen leicht an Tempo verloren. Die Einrichtung des Handelsgerichts und des Zentralen Melderegisters in Nordosthessen unterstreichen zudem die laufenden strukturellen Anpassungen im Justizsystem.

Neueste Nachrichten
Eine Hängebrücke spannt einen Fluss, flankiert von Zäunen, mit üppiger Vegetation, fernen Häusern und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.
Wirtschaft 2 Min.

Emerald Advisory verklagt Marshall Bridge Fund wegen ausstehender Forderungen

Ein ehemaliger Partner wird zum Gegner. Warum die Emerald Advisory jetzt juristisch gegen den Immobilienfonds Marshall Bridge vorgehen muss – und was auf dem Spiel steht.

Ein altes Aktienzertifikat der Société Générale de Crédit Mobilier, das gedruckten Text enthält, der die Dienstleistungen der Bank beschreibt.
Wirtschaft 1 Min.

Commerzbank-Chefin Orlopp lehnt Übernahme durch UniCredit kategorisch ab

Eine Fusion mit UniCredit? Nicht mit ihr. Bettina Orlopp setzt auf klare Kante – und vertraut stattdessen auf die Zahlen der Commerzbank. Doch was bedeutet das für Kunden und den Finanzstandort Deutschland?

Ein Mann im Anzug und Krawatte mit Brille spricht zu Reportern, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit einem Mikrofonständer vor ihm und einem beleuchteten Hintergrund mit einer Tafel, auf der Text steht.
Unterhaltung 2 Min.

Louis Klamroths konfrontativer Kurs bei hart aber fair polarisiert weiter

Sein Stil spaltet: Mal feiern Zuschauer Klamroths mutige Themen, mal scheitert er an der Kontrolle hitziger Runden. Doch warum reduziert der ARD die Folgen drastisch? Ein Blick hinter die Kulissen.

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines abgerissenen Gebäudes mit zerbrochenen Fenstern, Schutt, einer Collage aus zwei Bildern und darüberliegendem Text.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Wiesbadens Walhalla-Halle wird für 70 Millionen Euro zum Kulturjuwel saniert

Ein Jahrhundertprojekt für Wiesbaden: Die Walhalla-Halle verliert ihre Anbauten der 1930er-Jahre und wird zum modernen Kulturort. Doch was kostet der historische Glanz wirklich? Bis 2030 soll aus dem Denkmal ein lebendiger Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen und Festivals werden – ohne seinen Charme von 1897 zu verlieren.

Ein Papier mit der Überschrift "Carnivals Parisiens par Louis Morin" in fetter Schrift, das farbenfrohe, detailreiche Entwürfe von Menschen in bunten Karnevalskostümen und Masken zeigt.
Unterhaltung 2 Min.

Mainzer Stadtrat erhält als Erster den Dummen August-Preis für karnevalistische Originalität

Ein linker Politiker als Clown geehrt? Die Auszeichnung zeigt, wie der Karneval mit Humor und Verletzlichkeit Brücken schlägt. Eine Tradition, die bis zu den Römern zurückreicht.

Eine Gruppe maskierter Menschen geht eine Straße entlang und hält ein Protestplakat, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten und einem Uhrenturm im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Hanau sechs Jahre nach dem rassistischen Massaker: Der unermüdliche Kampf um Gerechtigkeit

Emine Gürbüz verlor ihren Sohn im Massaker von Hanau. Sechs Jahre später fragt sie: Warum gibt es bis heute keine Gerechtigkeit? Ihr Kampf geht weiter – gegen Vergessen und strukturellen Rassismus.

Ein Plakat mit einem dünnen schwarzen Rand und fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Reiche und große Unternehmen." lautet.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Boris Rhein plant massive Steuersenkungen für Haushalte und Unternehmen in Hessen

Mehr Netto vom Brutto, günstigere Stromrechnungen – doch warum blockiert Rhein die Erbschaftsteuer-Reform? Seine Pläne könnten die Steuerpolitik in Deutschland verändern. Ein Überblick über Chancen und Streitpunkte.

Eine Hand hölt ein Schild mit der Aufschrift "Stoppen Sie den Kriminellen" mit einer Gruppe von Menschen im Hintergrund, die Fahnen halten, und Text auf einem Plakat, der die Verwendung von menschlichem Haar öffnet.
Unfälle 2 Min.

Fulda kämpft mit Vandalismus, Diebstahl und einem Großbrand innerhalb einer Woche

Von Hakenkreuzen bis zum Großbrand: Eine Woche der Zerstörung hält Fulda in Atem. Wer steckt hinter den Taten – und was kostet das die Stadt?