Olaf Scholz verpasst den Karneval 2026 – Pflichten gehen vor Tradition

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Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt, zeigt eine Gruppe von Menschen mit Biergläsern und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.Admin User

Olaf Scholz verpasst den Karneval 2026 – Pflichten gehen vor Tradition

Bundeskanzler Olaf Scholz wird in diesem Jahr nicht an den Karnevalsfeierlichkeiten 2026 teilnehmen können – berufliche Verpflichtungen stehen dem entgegen. Geboren am 11. November 1955 – ein Datum, das er für Karnevalsbegeisterte als "bedeutsam" bezeichnet – ist er tief mit der Tradition verbunden. Seine rheinische Großmutter und die Wurzeln im Sauerland verbinden ihn mit dem Fest, doch diesmal bleibt ihm die Teilnahme verwehrt.

Der Geburtstag des Kanzlers fällt auf ein Datum, das eng mit dem Karneval 2025 verknüpft ist. Im vergangenen Jahrhundert hatte er dreimal die Gelegenheit, "runde" Geburtstage am 11. November zu feiern – eine Kuriosität, über die er mit Humor spricht. Seine familiären Wurzeln reichen bis nach Andernach im Rheinland, einer Region, die für ihre ausgelassenen Umzüge und kostümierten Feiern bekannt ist.

Am Weiberfastnacht, dem traditionellen Auftakt des Karnevals, wird Scholz stattdessen an einer nicht öffentlichen Strategieklausur in der Nähe von Brüssel teilnehmen. Im Mittelpunkt des Treffens steht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie – wenig Raum für festliche Ablenkungen. Später am Tag plant er, sich mit Teilen des Bundeskabinetts zu treffen und "etwas karnevalistische Freude" in die Gespräche einzubringen.

Das Sauerland, wo Scholz aufgewachsen ist, pflegt eigene Karnevalstraditionen. Anders als die prunkvollen Umzüge im Rheinland sind die Bräuche hier zurückhaltender und von einer Mischung katholischer und protestantischer Einflüsse geprägt. An Weiberfastnacht übernehmen Frauen symbolisch das Kommando – ein Brauch, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts etablierte. In der Heimatregion des Kanzlers werden zudem Schützenfeste gefeiert, die das kulturelle Erbe der Gegend widerspiegeln.

Scholz' Abwesenheit beim Karneval unterstreicht den Konflikt zwischen Tradition und Pflicht. Seine persönliche Verbundenheit mit dem Fest – durch Familie und regionale Prägung – bleibt stark, auch wenn sein Terminkalender eine Teilnahme unmöglich macht. Dass der Kanzler ein wenig Karnevalsstimmung in die Regierungsgespräche tragen will, ist ein kleines Zeichen der Verbundenheit mit den Feierlichkeiten, die er in diesem Jahr verpasst.