Pascal Reddigs Renten-Rebellion bringt die CDU/SPD-Koalition in Bedrängnis
Pascal Reddigs Renten-Rebellion bringt die CDU/SPD-Koalition in Bedrängnis
Pascal Reddig, ein 30-jähriger CDU-Abgeordneter aus Hessen, ist zu einer zentralen Figur in der deutschen Rentenreformdebatte geworden. Als Anführer der "Rentenrebellen" innerhalb der konservativen Bundestagsfraktion hat sein Widerstand gegen kostspielige Vorschläge die CDU/SPD-Koalition ins Wanken gebracht. Seine Haltung brachte ihm kürzlich starke Unterstützung bei einer Großveranstaltung der Jungen Union ein – und überstrahlte dabei sogar die Position von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Reddigs politische Laufbahn folgte einem typischen Muster ehrgeiziger CDU-Mitglieder. Beginnend in der Kommunalpolitik seiner hessischen Heimatstadt stieg er schnell in den Reihen der Jungen Union auf und wurde schließlich deren stellvertretender Bundesvorsitzender. Sein Einfluss wuchs weiter, als er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Rentenkommission berufen wurde, die eine nachhaltige Lösung für die Rentenfinanzierung über das Jahr 2031 hinaus erarbeiten soll.
Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als Reddig und seine Verbündeten damit drohten, im Bundestag gegen das Rentenreformpaket der Koalition zu stimmen. Ihre Weigerung, zusätzliche jährliche Kosten von bis zu 15 Milliarden Euro zu unterstützen – die nötig wären, um das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent zu halten –, gefährdete die CDU/SPD-Mehrheit. Hätte die "Junge Gruppe" ihre Drohung wahr gemacht, hätte die Koalition ihre parlamentarische Kontrolle verloren. Auf dem "Deutschlandtag" der Jungen Union erntete Reddig für seinen Widerstand lauten Applaus – ein Zeichen für den wachsenden Generationenkonflikt. Kanzler Merz hingegen wurde deutlich zurückhaltender empfangen und hatte Mühe, Unterstützung für den Regierungs Kurs zu mobilisieren.
Reddigs Widerstand zwingt die Koalition nun, ihre Rentestrategie zu überdenken. Als Mitglied der Rentenkommission rückt er damit in den Mittelpunkt der künftigen Verhandlungen. Das Ergebnis wird nicht nur die langfristige Finanzstabilität Deutschlands prägen, sondern auch das politische Kräfteverhältnis innerhalb der CDU.
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