Pflegeheimkosten in Hessen explodieren: Eigenanteil verdreifacht seit 2018

Admin User
2 Min.
Eine Liniengrafik, die den Median und den durchschnittlichen Verkaufspreis von neuen Häusern zeigt, die in den Vereinigten Staaten von 1963 bis 2011 verkauft wurden, auf einem weißen Hintergrund mit begleitendem Text.Admin User

Wenn der Weg ins Altenheim in der Altersarmut endet - Pflegeheimkosten in Hessen explodieren: Eigenanteil verdreifacht seit 2018

Pflegeheimkosten in Hessen steigen drastisch – Eigenanteil hat sich seit 2018 verdreifacht

Die Kosten für Pflegeheimplätze in Hessen sind in den vergangenen sieben Jahren stark angestiegen. Bewohner:innen müssen mittlerweile deutlich höhere Eigenanteile zahlen – im Schnitt hat sich der persönliche Zuschuss seit 2018 verdreifacht. Die Landesregierung plant nun finanzielle Entlastungen, um die wachsende Belastung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen abzufedern.

Zwischen 2018 und 2025 stiegen die durchschnittlichen monatlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in hessischen Pflegeheimen um 46 Prozent auf 919 Euro. Doch der von den Bewohner:innen zu tragende Eigenanteil kletterte noch stärker – von 566 Euro im Jahr 2018 auf 1.781 Euro in 2025. Dieser drastische Anstieg übersteigt die Inflation und Lohnentwicklung in der Region bei Weitem.

Allein im ersten Jahr eines Pflegeheimaufenthalts müssen Bewohner:innen in Hessen nun durchschnittlich 3.217 Euro aus eigener Tasche zahlen – ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2024. Das Problem beschränkt sich nicht auf Hessen: Bundesweit stiegen die durchschnittlichen Eigenanteile 2024 auf rund 2.200 Euro, wobei Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen Zuwächse von über 30 Prozent verzeichneten.

Nachfrage nach Langzeitpflege explodiert Auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Hessen ist stark gestiegen. Zwischen 2017 und 2024 erhöhte sich die Zahl der Unterstützungsbedürftigen um 80 Prozent – von 237.000 auf 431.000. Um die finanzielle Belastung zu mildern, schlägt die Landeskoalition ein Pflegezuschussmodell sowie die volle Übernahme der Investitionskosten für Pflegeheime vor. Dadurch könnten Bewohner:innen monatlich über 500 Euro sparen.

Neben finanziellen Hilfen setzen Verantwortliche auf präventive Maßnahmen. Fitnessprogramme und Schulungen zum Umgang mit chronischen Erkrankungen könnten helfen, den Eintritt in stationäre Pflege hinauszuzögern oder sogar zu vermeiden.

Die steigenden Kosten bringen viele Bewohner:innen und ihre Familien an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Sollten der geplante Zuschuss und die Investitionskostenübernahme umgesetzt werden, würde dies die monatlichen Belastungen deutlich verringern. Gleichzeitig könnten präventive Gesundheitsinitiativen langfristig den Bedarf an Pflegeheimplätzen reduzieren.