Philippe Starck kehrt mit skurrilen Aluminium-Projekten und surrealer Architektur zurück

Lukas Hoffmann
Lukas Hoffmann
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Ein prunkvoller Raum mit einem Kronleuchter, einem Geländer und mehreren Fotorahmen an den Wänden, der Eleganz und Opulenz ausstrahlt.Lukas Hoffmann

Sogar Opulenz kann ein bisschen Humor vertragen - Philippe Starck kehrt mit skurrilen Aluminium-Projekten und surrealer Architektur zurück

Philippe Starck, der Designer, der einst mit kühnen postmodernen Kreationen berühmt wurde, kehrt ins Rampenlicht zurück. Seine neuesten Projekte verbinden verspielten Übermut mit scharfem Witz – von skurrilen Haushaltsgegenständen bis hin zu markanter Architektur. Diesmal umfasst sein Schaffen eine preiswerte Aluminium-Villa und ein Olivenölmuseum, das mit surrealen Akzenten gespickt ist.

Starcks Karriere war schon immer dem Unkonventionellen verpflichtet. Frühere Entwürfe wie eine dreibeinige Zitronenpresse oder ein Fahrrad-Tretroller-Hybrid verbanden Humor mit absurder Unpraktikabilität. Seine Philosophie ist geblieben: Wenn Extravaganz unvermeidbar ist, sollte sie mindestens mutig und lustig sein.

Seine jüngsten Projekte treiben diesen Gedanken weiter voran. In Metz thront die Maison Heler auf einem Hotel – eine romantische Aluminium-Villa, die für unter 100 Euro pro Nacht zu mieten ist. Gleichzeitig entfaltet sein Olivenölmuseum in Andalusien eine traumhafte Eigenwilligkeit. Das Gebäude windet sich wie ein Wurm, ein überdimensionales Auge beobachtet die Besucher, und ein phallusförmiger Wasserbrunnen verstärkt die surreale Atmosphäre.

Für Starck funktioniert auffälliges Design nur, wenn es sich selbst auf die Schippe nimmt. Er nennt protzige Prunkentfaltung peinlich – es sei denn, sie wird zur Satire, zur Feier des Lebens als absurde Farce. Wie die Projekte wie das Museum oder die Maison Heler finanziert werden, bleibt unklar; öffentliche Aufzeichnungen über private oder staatliche Förderung fehlen.

Starcks Rückkehr bringt seine typische Mischung aus Dreistigkeit und Ironie mit sich. Die Maison Heler bietet erschwinglichen Luxus, während das Olivenölmuseum Architektur zum Spektakel werden lässt. Beide Projekte unterstreichen seinen Glauben, dass Design provozieren, unterhalten und Erwartungen herausfordern sollte.