Rathenauplatz in Frankfurt: Historisches Flair trifft auf moderne Stadtplanung
Rathenauplatz in Frankfurt: Historisches Flair trifft auf moderne Stadtplanung
Frankfurts Rathenauplatz steht vor einer umfassenden Neugestaltung, die Geschichte und modernes Stadtleben verbindet. Der in die Jahre gekommene Hugendubel-Komplex, zu dem auch das historische Hotel zum Schwan gehört, soll nach Plänen des Architekturbüros cyrus.architekten umgestaltet werden. Ziel des Projekts ist es, den Platz zu beleben, ohne seinen jahrhundertealten Charakter zu verlieren.
Das Hotel zum Schwan birgt tiefgreifende historische Bedeutung: Es wurde 1592 gegründet, bis 1791 im neoklassizistischen Stil wiederaufgebaut und war 1871 Schauplatz der Unterzeichnung des Frankfurter Friedens, eines Schlüsselmoments der europäischen Geschichte. Nun steht der Gebäudekomplex vor einem neuen Kapitel im Rahmen von Frankfurts Bestrebungen, durch Nachverdichtung die Innenstadt aufzuwerten.
Der siegreiche Entwurf von cyrus.architekten sieht zwei unterschiedliche Ansätze vor. Die erste Variante umfasst den Abriss von zwei bestehenden Geschossen und den Neubau von vier leichten, in Holzrahmenbauweise errichteten Etagen. Dadurch ließe sich die Dichte erhöhen, während die historischen Merkmale des Gebäudes erhalten blieben. Die zweite Option schlägt einen Neubau im historisierenden Stil vor – inklusive eines Hotels, das an die Tradition des Hotel zum Schwan anknüpfen könnte.
Beide Entwürfe legen Wert auf die Bewahrung zentraler Elemente wie begrünte Dächer, Innenhöfe und gemischt genutzte Flächen. Ziel ist es, ein lebendigeres und attraktiveres Viertel zu schaffen und damit die monofunktionalen Bauten abzulösen, die einst das Frankfurter Zentrum prägten. Die Neubau-Variante sieht sogar ein Hotel mit Skyline-Blick und Pool vor – eine Hommage an die gastgewerbliche Vergangenheit des Ortes.
Unklar bleibt jedoch der Zeitplan für das Projekt. Zunächst müssen sich die Grundstückseigentümer auf eine gemeinsame Strategie einigen und rechtliche sowie behördliche Hürden überwinden, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann.
Die Umgestaltung des Rathenauplatzes steht exemplarisch für einen größeren Trend in deutschen Innenstädten, wo Nachverdichtungsprojekte das städtische Gesicht verändern. Nach Fertigstellung soll das Areal Denkmalschutz mit moderner Funktionalität verbinden und so zu Frankfurts sich wandelnder Innenstadt beitragen. Das Endergebnis hängt dabei von der gewählten Entwurfsvariante und der Abstimmung aller Beteiligten ab.
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