Rentier-Crash in Norwegen: Warum die Versicherung nicht für den Wildunfall zahlt
Rentier-Crash in Norwegen: Warum die Versicherung nicht für den Wildunfall zahlt
Norwegen-Urlaub endet mit teurer Überraschung: Autofahrer muss nach Rentier-Unfall selbst zahlen
Ein deutscher Autofahrer erhielt nach einem Zusammenstoß mit einem Rentier in Norwegen eine unerwartete Rechnung – seine Versicherung lehnte die Kostenübernahme ab, weil Rentiere nach deutschem Recht nicht als Wild eingestuft werden. Der Fall zeigt eine wenig bekannte Lücke im Standardschutz bei Unfällen im Ausland auf.
Der Vorfall ereignete sich, als der Fahrer einem Rentier auswich, schließlich aber doch mit dem Tier kollidierte. Seine Teilkasko-Versicherung deckt zwar normalerweise Schäden durch Wildunfälle ab – allerdings nur bei Tieren, die im deutschen Jagdrecht aufgeführt sind. Laut Bundesjagdgesetz zählen dazu Rehe, Wildschweine und Füchse, nicht jedoch Rentiere.
Nach deutschen Vorschriften fällt Haarwild (pelztragendes Wild) unter Arten wie Reh-, Schwarz- und Muffelwild. Manche Tiere, etwa Waschbären, bewegen sich in einer Grauzone, da die Landesgesetze variieren können. Rentiere werden jedoch gar nicht anerkannt – Fahrer bleiben ohne Zusatzschutz auf den Kosten sitzen. Einige Versicherer bieten zwar Policen an, die Kollisionen mit allen Tieren abdecken, unabhängig von der Klassifizierung. Fehlt ein solcher Schutz, bliebe nur die Regelung über die Vollkasko – doch dann droht eine Herabstufung des Schadensfreiheitsrabatts und damit höhere Prämien in der Zukunft.
Der Fall ist eine Warnung für Autofahrer, die in Regionen mit Rentiervorkommen unterwegs sind: Standarddeutsche Versicherungen decken solche Schäden oft nicht ab, sodass die Reparaturkosten selbst getragen werden müssen. Ein genauer Blick in die Police vor der Reise könnte vor bösen finanziellen Überraschungen schützen.
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