Reutlingens skurrile Tippfehler-Chaos: Wenn aus Pilzen Filz wird
Reutlingens skurrile Tippfehler-Chaos: Wenn aus Pilzen Filz wird
Reutlingen erlebte ein Jahr voller kurioser Pannen durch Tippfehler
Von verwirrenden Festivaltiteln bis zu skurrilen offiziellen Bekanntmachungen – kleine Fehler sorgten in Reutlingen für große Heiterkeit. Die Pannen schafften es sogar in die nationalen Schlagzeilen, als die Karrierepläne eines ehemaligen Ministers falsch berichtet wurden.
Der Ärger begann im Mai mit dem „Fest der Gemästeten“ – ein seltsamer Name für eine Veranstaltung, die eigentlich regionalen Verkehr und einen Büchermarkt zum Thema hatte. Die Besucher rätselten über die merkwürdige Bezeichnung, bis sich herausstellte, dass es sich um einen Tippfehler handelte.
Im Juni sorgte ein Kochrezept für Verwirrung, als es statt einer Zutat fälschlich eine falsche Menge „Pigment“ auflistete. Im selben Monat schuf ein Schreibfehler eine erfundene Behörde: das „Amt für Tierbau, Grünflächen und Umwelt“. Die Stadt musste klarstellen, dass es eine solche Institution gar nicht gab. Der Juli brachte weitere Missverständnisse: Die Eröffnung einer Kneipp-Einrichtung wurde als Erkundung der „nassen Tiefen“ beschrieben, während der Wochenmarkt statt frischem Obst und Gemüse eine „Kirchenernte“ ankündigte. Unterdessen berichtete eine überregionale Zeitung irrtümlich, der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck wolle die Politik verlassen, um in Berkeley eine „Gas“-Professur anzutreten – ein Fehler, der kurzzeitig Spekulationen über seine Zukunft auslöste.
Im Oktober korrigierte das Naturkundemuseum ein Schild, das fälschlich von „Filz“ statt „Pilz“ sprach. Zur gleichen Zeit enthielt eine Vorschau auf ein Interview mit dem Aktivisten Can Dündar den Fehler, er habe sich mit einem „General“ getroffen – gemeint war eigentlich der türkische Präsident. Der Irrtum, verursacht von einem Lektor des Verlages, verfälschte Details über Dündars Begegnung mit seinem Angreifer 2016 in Reutlingen.
Im Laufe des Jahres sorgten fehlende Buchstaben – besonders das Weglassen des „L“ in verschiedenen Wörtern – für weitere Kuriositäten. Als der Dezember nahte, blickte Reutlingens inoffizieller „Tippfehler-Kobold“ auf die Pannen des Jahres zurück und wünschte den Bürgern einen guten „Rat“ für 2024.
Die Serie von Tippfehlern führte zwar zu vorübergehender Verwirrung, richtete aber keinen bleibenden Schaden an. Sobald die Fehler auffielen, wurden sie von Behörden und Veranstaltern schnell berichtigt. Für Reutlingen blieben die Vorfälle eine humorvolle Erinnerung daran, vor der Veröffentlichung lieber zweimal nachzuschauen.
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