Robert Shiller erhält Commerzbank-Preis für bahnbrechende Finanzforschung
Robert Shiller erhält Commerzbank-Preis für bahnbrechende Finanzforschung
Robert Shiller, Wirtschaftsprofessor an der Yale University, ist mit dem Commerzbank-Preis für Finanzökonomie ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt seine einflussreiche Arbeit zu Marktverhalten und Vermögensbewertung. Zu seinen Forschungen gehört auch der weit beachtete Case-Shiller-Index, der die Entwicklung der Immobilienpreise in den großen US-Städten erfasst.
Bekanntheit erlangte Shiller vor allem durch sein 2000 erschienenes Buch „Irrationaler Überschwang“ (Originaltitel: Irrational Exuberance), in dem er vor einer Überbewertung des Aktienmarktes warnte – kurz bevor dieser einbrach. Das Werk festigte seinen Ruf als eine der führenden Stimmen der Verhaltensökonomie.
Der Commerzbank-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit einem Preisgeld von 64.000 US-Dollar dotiert. Zu den früheren Preisträgern zählen Eugene Fama (2005) und Michael Woodford (2007). Zuletzt erhielten die Ökonomen Bengt Holmström und Oliver Hart die Auszeichnung im Jahr 2015. Stand Januar 2026 ist der nächste Preisträger noch nicht bekannt gegeben worden. Die Verleihung des kommenden Preises wird voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 stattfinden, entsprechend dem üblichen Turnus.
Shillers Beiträge – von der Vorhersage von Markteinbrüchen bis zur Analyse von Immobilientrends – haben die moderne Finanzanalyse geprägt. Der Preis unterstreicht seinen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Forschung. Die nächste Auszeichnung wird die Tradition fortführen, bahnbrechende Arbeiten auf diesem Gebiet zu würdigen.
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