Rüsselsheim prüft Millionen-Zahlungen für defizitäres Kreiskrankenhaus
Rüsselsheim prüft Millionen-Zahlungen für defizitäres Kreiskrankenhaus
Stellungnahme von Patrick Burghardt, Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main, zur Finanzierung des Kreiskrankenhauses Groß-Gerau
3. April 2025
Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Politik
Rüsselsheim am Main steht vor einer schweren Finanzkrise – die Insolvenz droht, wie die Regierungspräsidium Darmstadt bestätigt. Nun hat Oberbürgermeister Patrick Burghardt Bedenken hinsichtlich der langjährigen finanziellen Beteiligung der Stadt am defizitären Kreiskrankenhaus in Groß-Gerau geäußert.
Seit zwei Jahrzehnten betreibt Rüsselsheim ein eigenes Krankenhaus – und das ohne Subventionen. Dennoch übernimmt die Stadt weiterhin mehr als ein Fünftel des Kreisumlags für das Groß-Gerauer Krankenhaus, was jährlich über eine Million Euro kostet. Die Einrichtung selbst verzeichnet jährliche Verluste in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro.
Die finanzielle Belastung für Rüsselsheim wächst, da die Stadt erhebliche Kosten für ein Krankenhaus trägt, auf das sie keinen Einfluss hat. Nun könnten rechtliche und finanzielle Prüfungen entscheiden, ob die Zahlungen fortgesetzt werden. Das Ergebnis könnte sowohl den Haushalt der Stadt als auch die Zukunft des Groß-Gerauer Krankenhauses maßgeblich beeinflussen.
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