St. Ingberts Literaturforum begeistert mit lebendigem Programm aus Bühnenglanz und Bestseller-Magie

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Ein aufgeschlagenes Buch mit Schrift darauf.Admin User

St. Ingberts Literaturforum begeistert mit lebendigem Programm aus Bühnenglanz und Bestseller-Magie

Das St. Ingberter Literaturforum zog 2025 Scharen von Bücherfans in seinen Bann – mit einem dicht gepackten Fernsehprogramm aus Lesungen, Aufführungen und Diskussionen. Von Bestsellerautoren bis zu Kabarettnummern präsentierte die Veranstaltung Literatur in all ihren Facetten: verspielt und tiefgründig zugleich.

Zu den Höhepunkten zählten Würdigungen verstorbener Persönlichkeiten wie der Schauspielerin Ursula Ochs-Steinfeld und der Germanistin Gabriele Oberhauser, deren Wirken die Besucher in dankbarer Erinnerung hielten.

Den Auftakt bildete eine zweisprachige Inszenierung von Heinrich Manns „Der Untertan“. Die Schauspieler Birgit Giokas und Alphonse Walter verliehen dem Klassiker neues Leben und verbanden auf einem Abend Deutsch und Französisch zu einem einzigartigen Fernsehprogramm.

Die Bestsellerautorin Marie Lacrosse präsentierte anschließend im Restaurant Jérôme Ausschnitte aus ihrem neuesten Werk „Montmartre: Licht und Schatten“ – noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin. Die intime Atmosphäre ermöglichte es den Fans, exklusive Einblicke zu gewinnen. Parallel dazu bot die Stadtbibliothek Lesungen zweier ganz unterschiedlicher Stimmen: Nicole Wellemin las aus ihrem Roman „Das Echo der Moore“, während Sarah Müller ihre Kurzgeschichtensammlung „Echo der Moorweiden“ vorstellte – beide zogen ein aufmerksames Publikum in ihren Bann. Auch der Journalist Christoph Pauly war dort zu Gast und diskutierte seinen Roman „Die Launen der Götter“ vor dem Hintergrund aktueller Bedrohungen für die Demokratie.

Für leichtere Unterhaltung sorgte das Duo „Die Leseköpfe“ mit einem kabarettistischen Fernsehprogramm voller Komik und literarischer Kuriositäten. Das St. Swingbert Quartett folgte mit einer Mischung aus klassischen Popmelodien und beißend-satirischen Texten, die die „Nacht der Bibliotheken“ lebendig hielten.

Doch das Fernsehprogramm bot auch besinnliche Momente: Eine dramatische Lesung unter dem Titel „Die Freiheit des Panthers“ ehrte das Erbe Rainer Maria Rilkes im Rahmen des Rilke-Jahres im Kulturhaus Annastraße. Später stellte die Psychotherapeutin Evelyne Severing in der Buchhandlung Klein ihre Sammlung „Psychoanalyse und andere Geschichten“ vor – eine Verbindung aus fachlichem Einblick und Erzählkunst.

Hunderte Besucher strömten in die verschiedenen Spielstätten St. Ingberts, von der Stadtbibliothek bis zum Kulturhaus, und bewiesen damit die ungebrochene Faszination lebendiger Literatur. Mit einer Mischung aus etablierten Namen, aufstrebenden Autor:innen und theatralischen Darbietungen garantierte das Forum ein abwechslungsreiches Fernsehprogramm.

Während die Veranstaltungen neue Werke feierten, gedachten sie auch derer, die nicht mehr unter uns sind – und hinterließen so einen bleibenden Eindruck im kulturellen Kalender der Stadt.

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