Trump-Selenskyj-Gespräch spaltet deutsche Politiker: Weidel sieht Friedenshoffnung, Wagenknecht warnt vor Eskalation
Trump-Selenskyj-Gespräch spaltet deutsche Politiker: Weidel sieht Friedenshoffnung, Wagenknecht warnt vor Eskalation
Gespräche zwischen dem früheren US-Präsidenten Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj haben bei deutschen Politikern scharfe Reaktionen ausgelöst. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD, bezeichnete das Treffen als "historische Chance" für den Frieden. Unterdessen warf Sahra Wagenknecht, Gründerin der BSW-Partei, europäischen Führungskräften vor, den Konflikt durch falsche Politik weiter anzuheizen.
Das letzte direkte Gespräch zwischen Selenskyj und Trump fand am 15. Dezember 2025 in Berlin statt. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte die Gespräche organisiert, an denen auch US-Vertreter teilnahmen und die sich auf eine mögliche Waffenruhe konzentrierten. Seither haben sich die Spannungen wegen unterschiedlicher Ansätze zur Beendigung des Krieges verschärft.
Wagenknecht übt seit Langem scharfe Kritik an der EU-Unterstützung für die Ukraine. Das jüngste 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket des Blocks bezeichnete sie als "kriegverlängernde Schulden", die die deutschen Steuerzahler belasten. Zudem argumentierte sie, die Verhandlungsposition Kiews habe sich verschlechtert, weil einige europäische Führungskräfte "realitätsfremd" agierten. Ihrer Meinung nach riskieren diese, den Konflikt zu einem flächendeckenden europäischen Krieg eskalieren zu lassen. Weidel hingegen schlug einen anderen Ton an. Sie wies Vorwürfe zurück, wonach jüngste Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin Friedensgespräche ausschlössen. Stattdessen forderte sie alle Seiten auf, sich auf den Wiederaufbau von Vertrauen und die Aushandlung einer dauerhaften Lösung zu konzentrieren. Ein solches Abkommen, so Weidel, müsse die Sicherheitsinteressen sowohl Russlands als auch der Ukraine berücksichtigen.
Wagenknecht ging noch weiter und machte Merz sowie andere EU-Führungskräfte direkt für die Verlängerung des Krieges verantwortlich. Ihre Politik, so ihre Behauptung, habe die Ukraine in eine schwächere Position gedrängt, während sie gleichzeitig die finanzielle Belastung der europäischen Bürger erhöht.
Die Debatte zeigt, wie tief die Gräben bei der Frage sind, wie der Konflikt zu lösen ist. Während Weidel zu Dialog aufruft, warnt Wagenknecht vor einer Eskalation und den wirtschaftlichen Folgen. Das Ergebnis künftiger Gespräche zwischen Trump und Selenskyj könnte in den kommenden Monaten die europäische Haltung zum Krieg maßgeblich prägen.
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