Wiesbaden plant bis 2045 die klimaneutrale Wärmewende – jetzt mitreden!

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Ein altes Buch mit einer Grafik, die Temperaturdaten für Batavia und London zeigt, begleitet von beschreibendem Text.Admin User

Wiesbaden plant bis 2045 die klimaneutrale Wärmewende – jetzt mitreden!

Wiesbaden macht großen Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung

Die hessische Landeshauptstadt hat mit der Verabschiedung ihres kommunalen Wärmeplans einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung gesetzt. Der Entwurf, der in Zusammenarbeit mit der ESWE Versorgungs AG und lokalen Akteuren erarbeitet wurde, liegt nun zur öffentlichen Stellungnahme vor. Bürgerinnen und Bürger können bis zum 1. März 2023 ihre Anregungen einbringen.

Der Plan skizziert einen klaren Fahrplan, wie Wiesbaden bis 2045 eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung erreichen kann. Er umfasst drei mögliche Szenarien, wobei die bevorzugte Variante auf Kosteneffizienz und technologische Flexibilität setzt. Fachliche Unterstützung erhielten die Verantwortlichen unter anderem von den Unternehmen Ramboll Engineering sowie dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM).

Der Entwurf behandelt zentrale Themen wie die bestehende Wärmeinfrastruktur, zukünftige Potenziale, Wärmezonenpläne und einen detaillierten Maßnahmenkatalog. Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender der ESWE, betonte die Bedeutung konkreter Umsetzungsschritte – etwa den Ausbau von Leitungsnetzen und Hausanschlüssen. Ziel sei es, einen zuverlässigen, schnellen und bezahlbaren Wandel für alle Haushalte zu gewährleisten.

Ab dem 27. Januar können Interessierte den Plan im Umweltamt einsehen oder digital über die Beteiligungsplattform der Stadt abrufen. Besonders für Hauseigentümer, Wohnungsbaugesellschaften und Energieunternehmen hält der Entwurf Hinweise zu zukünftigen Heizsystemen und Netzanforderungen bereit.

Die Konsultationsphase läuft bis zum 1. März und gibt den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, die Wärmewende in Wiesbaden aktiv mitzugestalten. Nach der Finalisierung soll der Plan als strukturierte Roadmap für den Umstieg auf klimaneutrale Energie dienen. Die Stadt strebt dabei einen Ausgleich zwischen ökologischen Zielen, Praktikabilität und sozialer Verträglichkeit an.

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