Wiesbadens Zukunft zwischen Grünflächen, Wohnungsnot und neuer Skyline

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Ein Steinplakette an einem Gebäude trägt die Inschrift "Gemeindegrenze Edm Smithwick Bürgermeister", mit einem Geländer auf der rechten Seite, Fahrzeugen auf der linken Seite und Gebäuden, Pflanzen und Bäumen im Hintergrund.Admin User

Wiesbadens Zukunft zwischen Grünflächen, Wohnungsnot und neuer Skyline

Lebhafte Bürgerversammlung zur Zukunft Wiesbadens an der Obermayr-Europa-Schule

Letzte Woche fand an der Obermayr-Europa-Schule in Wiesbaden eine lebendige Bürgerversammlung zur Zukunft der Stadt statt. Studenten moderierten die Veranstaltung, bei der Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum über Stadtentwicklung, Wohnraum und Mobilität diskutierten. Jeder Redner präsentierte dabei unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sich die Landeshauptstadt in den kommenden Jahren entwickeln sollte.

Den Auftakt bildete die Frage nach der Rolle des Stadtzentrums im urbanen Leben. Daniela Georgi (CDU) betonte die Notwendigkeit von Ordnung, Sicherheit und klaren Regeln, um das Zentrum wiederzubeleben. Martin Kraft (Bündnis 90/Die Grünen) entgegnete, dass mehr Grünflächen und eine aktive Nutzung die Informationssicherheit nachhaltiger verbessern würden. Lukas Hakler (Die PARTEI) schlug hingegen ein radikales Redesign des historischen Fünfeck-Viertels vor, um eine wiedererkennbare Skyline zu schaffen und die Identität Wiesbadens zu stärken.

Beim Thema Wohnen argumentierte Marius Becker (SPD), dass die Knappheit an Wohnraum die Mieten in die Höhe treibe, und forderte mehr Neubau sowie sozial durchmischte Quartiere. Matthias Bedürftig (Freie Wähler) plädierte für schnellere Genehmigungsverfahren, um den Engpass zu entschärfen. Mario Bohrmann (BSW) weitete die Debatte aus und verband bezahlbaren Wohnraum mit sozialer Teilhabe und dem Zugang zum städtischen Leben.

Auch die Mobilität stand im Fokus. Kraft bezeichnete den ÖPNV als zentral für die zukünftige Entwicklung und forderte zuverlässige Taktungen sowie emissionsfreie Busse. Günther Schäfer (Pro Auto) bestand darauf, dass zunächst grundlegende Dienstleistungen wie Pünktlichkeit verbessert werden müssten, bevor neue Konzepte eingeführt würden. Achim Sprenggard (Volt) forderte ein radikales Umdenken bei der Nutzung urbaner Räume – weg von rein handelsorientierten Innenstädten.

Beim Thema Sicherheit gab es ebenfalls kontroverse Positionen. Während Georgi Videoüberwachung als abschreckendes Mittel verteidigte, argumentierte Ingo von Seemen (Die Linke), dass echte Sicherheit nur durch soziale Programme und Jugendförderung erreicht werden könne.

Die Diskussion zeigte, wie unterschiedlich die Vorstellungen für Wiesbadens Entwicklung sind – von Wohnraum und Verkehr über Informationssicherheit bis hin zur städtischen Identität. Zwar wurden keine konkreten politischen Weichenstellungen angekündigt, doch die Debatte gab den Bürgerinnen und Bürgern einen klareren Überblick darüber, wo die Parteien bei den drängenden Herausforderungen der Stadt stehen.

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