DAX kämpft mit Handelskonflikten und schwachen Unternehmenszahlen
DAX kämpft mit Handelskonflikten und schwachen Unternehmenszahlen
Die deutschen Aktien zeigten am Dienstag ein gemischtes Bild: Der DAX erholte sich nach anfänglichen Verlusten leicht, blieb aber unter Druck durch Handelskonflikte mit den USA und enttäuschende Unternehmenszahlen. Zur Mittagszeit bewegte sich der Index in der Nähe des Vortagesschlusses, doch die Abwärtstendenz hielt an.
Gegen 12:30 Uhr notierte der DAX bei etwa 24.975 Punkten – ein Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem Montagsschluss. Dennoch handelten 22 der 40 im Index gelisteten Unternehmen im Plus. Anleger stießen weiterhin Aktien ab, als Reaktion auf anhaltende Handelsstreitigkeiten mit den USA und schwache Quartalsberichte zweier Großkonzerne.
Die Papiere von MTU Aero und Fresenius Medical Care fielen, nachdem beide Unternehmen ihre Jahresprognosen gesenkt hatten. MTU Aero kämpft mit steigenden Kosten, die die Gewinnmargen belasten und den freien Cashflow schmälern. Gleichzeitig verstärkte die korrigierte Prognose von Fresenius Medical Care die Marktbedenken.
Auch der Euro gab im Nachmittagshandel leicht nach und fiel auf 1,1783 US-Dollar. Die allgemeine Marktunsicherheit speist sich aus den eskalierenden Spannungen zwischen der EU und den USA wegen Zöllen. Seit der US-Supreme Court im Februar 2026 die Zollpolitik von Präsident Trump für rechtswidrig erklärte, hatte dieser einen globalen Importzoll von zehn Prozent verhängt – später für viele EU-Waren auf 15 Prozent erhöht. Das Europäische Parlament reagierte mit der Aussetzung der Ratifizierung des Turnberry-Handelsabkommens von 2025, das US-Industriegütern zollfreien Zugang im Austausch für gedeckelte EU-Zölle geboten hätte.
Neben den Handelskonflikten belasten geopolitische Risiken im Nahen Osten und Herausforderungen in der Softwarebranche – insbesondere durch künstliche Intelligenz – die Marktstimmung. Trotz der Volatilität entwickelten sich Versorger- und Automobilaktien positiv, während Rückversicherer weiterhin gefragt blieben.
Die leichte Erholung des DAX am Dienstag reichte nicht aus, um die grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Handelspolitik und der Unternehmensgewinne auszuräumen. Mit 22 von 40 Werten im Plus zeigte der Index zwar Widerstandsfähigkeit, doch die anhaltenden Streitigkeiten und wirtschaftlichen Belastungen dämpfen weiterhin das Anlegervertrauen. Der leichte Rückgang des Euro spiegelt die anhaltende Unsicherheit auf den globalen Märkten wider.
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